Spielmacher Maodo Lo (r) ist in der Form seines Lebens. Foto: Federico Gambarini/dpa

Spielmacher Maodo Lo (r) ist in der Form seines Lebens. Foto: Federico Gambarini/dpa

Köln 07.09.2022 Von Deutsche Presse-Agentur

NBA-Jungstar und Alba-Duo stark: Das deutsche EM-Zeugnis

Deutschlands Basketballer haben die Gruppenphase bei der Heim-EM gut gemeistert. Nun soll es bei der Finalrunde in Berlin möglichst weit gehen. Ein paar Schlüsselspieler haben noch Luft nach oben.

Deutschlands Basketballer sind bereit für die Endrunde in Berlin. Nach dem 106:71 über die sieglosen Ungarn geht es am Samstag (18.00 Uhr/Magentasport) im Achtelfinale gegen Außenseiter Montenegro. Die vier Siege - darunter gegen den Olympia-Zweiten Frankreich und den Mitfavoriten Litauen - in der Hammergruppe B kamen überraschend, hinter Europameister Slowenien wurde der zweite Platz in der Gruppe B erreicht. Wer überzeugte, wer performte wie erwartet, wer hat noch Luft nach oben? Das Zeugnis nach der Vorrunde: Über den ErwartungenFranz Wagner: Der 21-Jährige von den Orlando Magic begeistert mit einem Allround-Paket und ist meist die erste Offensivoption. Die 32 Punkte beim Sieg über Litauen erinnerten an den jungen Dirk Nowitzki. Maodo Lo: Ist Deutschlands sechster Mann und gibt von der starken Bank Offensivkraft. Dreierwerfer und Dribbler Lo performte so gut, dass Dennis Schröder ihn Deutschlands nächsten NBA-Profi nannte. Johannes Thiemann: Befeuert von seiner Auszeichnung als wertvollster Spieler der Bundesliga-Finalserie ist Thiemann auch bei der EM ein deutscher Schlüsselspieler. Bringt Energie, Rebounds und Punkte. Im SollDennis Schröder: Ist neuer Kapitän des Teams und wird von den Kollegen geschlossen als Anführer gelobt. Übernimmt vor allem offensiv viel Verantwortung. Die Wurfquote ist steigerungsbedürftig. Johannes Voigtmann: Der Co-Kapitän ist in der Startformation gesetzt und performt ordentlich. Vor allem in der Defense und bei den Rebounds wichtig. Von der Dreierlinie geht bisher noch wenig. Niels Giffey: Galt nach schwacher Saison als Wackelkandidat, schaffte es aber als fester Bestandteil in die Rotation von Bundestrainer Gordon Herbert. Bei guten Quoten offensiv eine wichtige Ergänzung. Andreas Obst: Startete unauffällig ins Turnier, steigerte sich dann aber deutlich. Der Dreierspezialist war gegen Bosnien (13 Punkte), Litauen (neun) und Slowenien (14) ein Faktor in der Offensive. Mit SteigerungspotenzialDaniel Theis: Sein Mitwirken nach Knieproblemen ist elementar. Theis ist stark bei Rebound und Defense, verwandelt zudem immer wieder Würfe aus der Mitteldistanz. Der NBA-Profi leistet sich aber zu viele Fouls und könnte offensiv noch zulegen. Nick Weiler-Babb: Der Bayern-Profi ist als Starter an der Seite von Schröder und Wagner für die Defense zuständig. Macht gegen die Stars der Gegner einen ordentlichen Job. Offensiv noch ohne richtige Bindung. Seine Schulterprobleme machen Sorgen vor der Finalrunde. Noch ohne (große) RolleJonas Wohlfarth-Bottermann: Der Center mit dem Spitzenamen „Wobo“ zeigte gegen Bosnien eine starke Leistung, spielt sonst aber nur eine kleine Rolle. Sammelte in mehreren Spielen in kürzester Zeit zu viele Fouls. Justus Hollatz / Christian Sengfelder: Der Aufbauspieler und der Bamberger Big Man kamen in den ersten vier Vorrundenspielen nicht zum Einsatz. Bundestrainer Herbert setzte in den wichtigen Spielen auf eine Zehn-Mann-Rotation ohne das Duo. Gegen Ungarn zeigten beide aber ihren Wert für die Mannschaft.

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Erstellt:
7. September 2022, 23:22 Uhr
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