Die fleißigen Helfer.

Die fleißigen Helfer.

21.12.2014

Nach Osteuropa und in die Mongolei

In Nienburg wurden 935 liebevoll gepackte und beklebte Kartons auf die Reise geschickt

Nienburg. Bei Nicole Wasilewski und Elvira Flaig begannen die Vorbereitungen für „Weihnachten im Schuhkarton“ bereits im Oktober. „Es gab viele Aufgaben zu bewältigen. Zuerst mussten die Annahmestellen des Vorjahres kontaktiert und erneut um eine Teilnahmebestätigung gebeten werden. Doch zum Glück gibt es jetzt die Möglichkeit, solche Daten in ein sogenanntes Sammelstellen-Portal online einzugeben“, schreiben die beiden Nienburger Hauptorganisatorinnen. Dann galt es, die Nienburger Firmen und Institutionen wieder für die Sachspenden-Sammlung ins Boot zu holen. „Ohne diese Sachspenden wäre das gute Ergebnis von 935 liebevoll gefüllten Schuhkartons gar nicht möglich gewesen“, betonen die Verantwortlichen. Fleißig mitgesammelt wurde dieses Jahr bei Ardagh Glas (Zahnbürsten/Zahnpasta), bei EASTMAN (Schokolade/Bonbons), bei H.B. Fuller (Kuscheltiere), beim Landkreis, beim Finanzamt und bei Avacon. Auch die Firmen Tweles Zwergenland und Fleischer Spielwaren unterstützten mit Schreibmaterial und kleinem Spielzeug. Die 500 von der Sparkasse Nienburg gespendeten Kuscheltiere trugen dazu bei, dass in diesem Jahr endlich in jedem Schuhkarton ein Kuscheltier enthalten war. Dank einer großzügigen Spende der Firma Gründl-Wolle aus Ingolstadt wurde auch der Woll-Nachschub für die Strick-Damen zumindest vorübergehend gesichert, so Nicole Wasilewski.

Wichtig für das Gelingen der Aktion war auch wieder der bereits bekannte Stand auf dem Nienburger Wochenmarkt. Hier wurden unermüdlich Fragen beantwortet sowie Flyer und die neuen Faltkartons, auch „Box to go“ genannt, verteilt. Dank einiger neuer Mitstreiterinnen konnte der Stand in diesem Jahr sogar am Mittwochvormittag besetzt werden.

Bei der geplanten „Kauf ein Teil mehr“-Aktion im Famila und im E-Center erhielten Elvira Flaig und Nicole Wasilewski überraschend Unterstützung vom Rotaract Club. Die Jugendorganisation von Rotary International unter der Leitung von Nathan Nguyen hatte sich entschieden, auch Sachspenden im E-Center und Famila zu sammeln, um dann mit prall gefüllten Päckchen Kinderaugen zum Leuchten zu bringen. Was zuerst für ein wenig Verwirrung sorgte, entpuppte sich letztendlich als eine wertvolle neue Zusammenarbeit. 50 Schuhkartons mehr gingen auf das Konto des Rotarct Club, so Nicole Wasilewski. 170 zusätzliche Schuhkartons wurden mit Hilfe des real-Marktes Nienburg erzielt. Hier wurden dank Tanja Keppler und ihrer Kolleginnen kleine Tütchen mit Schokolade, Buntstiften, Zahncreme etc. gefüllt, die für fünf Euro von den Kunden des real-Marktes zu erwerben waren. Marktleiter Victor Botheho sorgte dann dafür, dass daraus ein voller Schuhkarton wurde. Außerdem verdoppelte er sogar die Anzahl der Kartons. Auch bei der VGH Versicherung und im dm-Markt fanden sich neue Gemeinschaften zum Päckchenpacken.

Am 14. November wurden dann die Annahmestellen angefahren und die liebevoll beklebten Päckchen in die Räume der Kirchengemeinde Langendamm transportiert. Hierbei spielte, wie auch in den Vorjahren, das Langendammer Transportunternehmen Michelis eine große Rolle.

Nachdem sich auch alle Sachspenden und all die Säcke mit kuscheligen Schals, Mützen, Socken und Pullovern in Langendamm eingefunden hatten, konnte am 15. November der sogenannte Packtag stattfinden.

Jeder einzelne Schuhkarton musste auf „Herz und Nieren“ überprüft werden, um den Zollbestimmungen der Empfängerländer gerecht zu werden. Bargeld, gebrauchte oder unerlaubte Dinge sowie bestimmte Süßikgkeiten wie Gummibärchen oder Kekse mussten entnommen und mit anderen Sachspenden wieder aufgefüllt werden. Viele Hände waren den ganzen Tag unermüdlich im Einsatz. „Auch wenn man sich abends kaum mehr bewegen kann, macht es soviel Spaß, etwas Gutes für Menschen zu tun, denen es nicht so gut geht.“ Das sagten alle, die dieses Jahr wieder mitgeholfen haben und die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ in Nienburg erfolgreich zum Abschluss gebracht haben.

Die aussortierten Süßigkeiten wurden auch dieses Mal an Beate Kiehl von der Nienburger Tafel übergeben. Daraus packten ehrenamtliche Tafel-Mitarbeiter 90 Nikolaus-Tüten für bedürftige Kinder aus Stadt und Kreis. Gebrauchte Kleidung und benutztes Spielzeug kamen in diesem Jahr der Yezidischen Gemeinde zugute.

Im Anschluss gingen alle Kartons via Berlin auf die Reise nach Osteuropa und in die Mongolei. DH

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Erstellt:
21. Dezember 2014, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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