Nach den Pedelecs nun auch noch die E-Scooter

Nach den Pedelecs nun auch noch die E-Scooter

Recht erfreut über die Teilnehmerzahl zeigten sich die aktiven Radler der dritten Critical Mass am vergangenen Freitag in Nienburg. ADFC

Recht erfreut über die Teilnehmerzahl zeigten sich die aktiven Radler der dritten Critical Mass am vergangenen Freitag in Nienburg. Mit einer ausreichenden Anzahl an Mitfahrern wurde erneut die Notwendigkeit des Ausbaus der Verkehrswege und die Verbesserung der Sicherheit für den Fahrradfahrer unterstrichen. Bunt gemischt und mit einem Velomobil als Blickfang fand bei dieser Aktion der Südteil der Stadt mit Berliner Ring, Südringkreisverkehr, Südring, Hannoversche Straße und der Wilhelm Siebert-Weg Beachtung.

An der Einmündung Bruchstraße/Berliner Ring wurde die Einrichtung eines Radfahrstreifens im vierspurigen Abschnitt der B 215 nach Freigabe des Südringes im Spätherbst des Jahres diskutiert. Der Fahrradverkehr wird hier komplett über den Fußweg abgewickelt. In diesem Zusammenhang wurde ebenfalls auf den Änderungsbedarf an der Hannoverschen Straße hingewiesen.

Am Südring wurde auf die Fahrradanbindungen der Lehmwandlung in Richtung Nienburger Bruch und nach Schessinghausen sowie Langendamm gesprochen. Nach einem kurzen Fahrweg auf der Hannoverschen Straße war die letzte Station der eben sanierte Wilhelm-Siebert-Weg in Höhe Ziegelkampstraße. Allgemein unterstützt wurde die Forderung nach einer Aufarbeitung auch der übrigen Wegabschnitte am Meerbach von der Hannoverschen Straße bis zur Mühlenstraße.

„An den Straßenübergängen könnte der Fahrradroute Vorrang eingeräumt werden“, so Berthold Vahlsing, Sprecher des örtlichen ADFC. Man könne dann von einer grünen Fahrradroute am Meerbach sprechen. Durch eine entsprechende Fahrbahndecke könnte die auch wintertauglich gestaltet werden, mit Nutzungsmöglichkeit auch für Skater oder Rollatornutzer.

Schlechte Fahrbahnen, unzureichende Breiten und fehlendes Sicherheitsgefühl seien Haupthemmnisse für Menschen, das Fahrrad für Kurzfahrten in die Stadt zu nutzen, meint der ADFC-Sprecher. In den Radwegekonzepten der Stadt der letzten Jahrzehnte seien viele Problemfelder dokumentiert, aber nur begrenzt aufgearbeitet worden. Neue Herausforderungen, beispielsweise durch die Pedelecs, hätte man nicht ernst genug genommen. Hinzu kämen nun noch die E-Scooter auf die Fahrbahn. „Der Handlungsdruck ist eigentlich enorm“, so Vahlsing zu Beginn der CM-Aktion.

Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Bundestagsabgeordneten Katja Keul.