09.12.2012

Nach der Oberschule Abitur an der BBS

CDU-Kreistagsfraktion besuchte die Berufsbildenden Schulen des Landkreises Nienburg

Nienburg (DH). Die CDU-Fraktion im Kreistag Nienburg besuchte auf Anregung von Karsten Heineking (Warmsen) und Alfred Plate (Liebenau) die Berufsbildenden Schulen (BBS) des Landkreises. Die Leiterin der Schulen, Oberstudiendirektorin Sabine Schroeder, spannte mit ihren Informationen einen Bogen von Schülerzahlen über Arbeitsschwerpunkte, Bauvorhaben 2013, das aktuelle Bildungsangebot bis hin zu den Wünschen an die Politik.

Seit Anfang 2012 werden die BBS durch das Land voll budgetiert. Das Land Niedersachsen stellt dafür jährlich rund acht Millionen Euro zur Verfügung. „Dieser Betrag“, so Sabine Schroeder, „reicht leider nicht aus, um allen Wünschen gerecht zu werden“. Die Schulleiterin fand an dieser Stelle lobende Worte für Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusman als „ständigen Kümmerer“, der immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Schulen hat und stets um Unterstützung bemüht ist.

Die geplante Budgetierung der Haushaltsmittel durch den Landkreis Nienburg als Schulträger ab 2013 weist einen Mehrbetrag für die Schule in Höhe von 93 000 Euro aus. Der Modellversuch „Hauptschule plus“, eine Kooperation zwischen der BBS Nienburg und den Oberschulen in Steimbke und Uchte, sorgt für beste Voraussetzungen der Oberschüler in das Berufsleben. Derzeit werden 98 Schülerinnen und Schüler an zwei Tagen pro Woche in den BBS in Berufsfeldern ihrer Wahl unterrichtet.

Sabine Schroeder betonte die Möglichkeiten der schulischen Weiterbildung an der BBS Nienburg und die Erlangung der allgemeinen Hochschulreife mit dem Abitur nach 13 Jahren. Weitere Kooperationen im nächsten Jahr mit der Deula und dem Berufsförderungsdienst der Bundeswehr zu stärken, sei oberste Priorität. Die BBS benötigt ein auskömmliches Budget durch das Land Niedersachsen, um Lehrer bezahlen zu können.

Keine Kürzung von Stellen und Beförderungsstellen sowie die Besetzung von Beförderungsstellen der Besoldungsgruppe A15 (Studiendirektor/Abteilungsleiter) seien wichtige Voraussetzungen für die Arbeit der BBS Nienburg. „Dies ist meine Schule, dafür lebe ich“, schloss Sabine Schroeder.

Karsten Heineking erklärte, Ziel der Landesregierung ist die Sicherung einer wohnort- und betriebsnahen Beschulung der Auszubildenden im dualen System durch eine generelle Veränderung des Sollstundenbudgets für alle kleinen Bildungsgänge in der Berufsschule. Ab dem Schuljahr 2013/2014 werde in der ersten Stufe ab sieben Schülerinnen und Schülern 80 Prozent des vollen Sollstundenwerts statt bisher 62,5 Prozent gewährt. In einer zweiten Stufe könnte der Schwellenwert auf sechs Schülerinnen und Schüler abgesenkt werden, die dann 80 Prozent des vollen Sollstundenwerts bekommen. Karsten Heineking dankte für den intensiven Gedankenaustausch, die guten Informationen sowie die sinnvollen Zukunftsideen und erklärte: „Nach der Grundschule zur Oberschule, dann das Abitur an der BBS Nienburg – sicher eine kluge Entscheidung für viele Schülerinnen und Schüler im Landkreis Nienburg“, betonte er.

Zum Artikel

Erstellt:
9. Dezember 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 22sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.