Nachhaltiger geht es nicht

Nachhaltiger geht es nicht

Am Südring entsteht ein echtes Leuchturmprojekt. Symbolfoto: malp - stock.adobe.com

Bei der Verwendung von Superlativen sollte man stets vorsichtig sein. Doch was die Stadtwerke am Nienburger Südring vorhaben, ist ein echtes Leuchtturmprojekt: Aus Wind- und Sonnenenergie wird Wasserstoff produziert, der in unmittelbarer Nähe zur Produktionsstätte getankt werden kann. Nachhaltiger geht es nicht.

Welch eine Zukunftsperspektive: Der Nienburger Stadtbus fährt mit Brennstoffzellentechnik. Keine lauten Diesel stehen mehr am „Citytreff“, sondern nahezu geräuschlose Fahrzeuge mit Elektroantrieb, die lediglich Wasserdampf ausstoßen. Und das Großartige daran: Es ist keine Vision für das Jahr 2030, sondern soll bereits im kommenden Jahr gestartet werden.

In der Neuausschreibung des Nienburger Stadtbus-Verkehrs soll der Betrieb von zwei Linien mit Brennstoffzellen-Fahrzeugen festgeschrieben werden. Auch heimische Spediteure haben laut Stadtwerken bereits Interesse bekundet, ebenso wie der Betrieb Abfallwirtschaft des Landkreises.

Das Nienburger Projekt könnte eine Vorreiterrolle für ganz Niedersachsen übernehmen, den Auftakt für eine ganze Reihe von lokalen Wasserstoff-Produktionsstätten bilden. Doch wie bei vielen Dingen, die fast zu schön sind, um wahr zu sein, gibt es auch hier einen Haken: Ohne staatliche Förderung ist es derzeit nicht finanzierbar. Darum ist das Land jetzt gefordert, das Nienburger Leuchtturmprojekt ins Förderprogramm aufzunehmen.