Die Gründungsmitglieder des Vereins „Menschen helfen Menschen“. CJD

Die Gründungsmitglieder des Vereins „Menschen helfen Menschen“. CJD

Nienburg 24.08.2019 Von Die Harke

Nachhaltiges Projektziel ist erreicht

HamS-Serie „Willkommen in Nienburg“ / Heute der letzte Teil: Gründung des Vereins „Menschen helfen Menschen“

Etwa drei Jahre lang gab es in der HARKE am Sonntag stets einen Teil der Serie „Willkommen in Nienburg“. Sie geht mit diesem letzten Teil zu Ende. Dazu haben die Mitarbeitenden einen Abschlussbericht verfasst: Die Will-iN-Mitarbeitenden blicken zurück auf drei bewegte, spannende Jahre: Auch in Nienburg gab es im September 2016, als wir mit Will-iN gestartet sind, viele zugewanderte Menschen, und das Thema Integration wurde von allen Seiten beleuchtet.

Drei Themenschwerpunkte galt es aufzubauen: 1. Integration der Menschen in Vereinen, sicherlich deswegen, weil Deutschland eine hohe Vereinsdichte hat und man dort, allen voran in Sportvereinen mit anderen Menschen in Kontakt kommt. 2. Schulungen zum Thema interkulturelle Kompetenz zu organisieren und Integrationsmoderatoren zu schulen. 3. Eine Kooperation mit der hiesigen Presse einzugehen und über das Projekt und gelungene Integrationsbeispiele zweisprachig (Deutsch/Arabisch; Deutsch/Kurdisch; Deutsch/Farsi) zu berichten.

Und es gab viel zu berichten: von schlimmen Fluchterfahrungen, von getrennten Familien, gelungener Familienzusammenführung, von Feierabendgesprächen, von Integrationserfolgen in Form von Interviews, von Flüchtlingsinitiativen und Begegnungscafés, von Veranstaltungen, von Vereinen und Institutionen und ihrer Arbeit, von Unterschieden in den Kulturen und Gemeinsamkeiten, von Verzweiflung und nie endender Hoffnung auf ein besseres Leben hier in Deutschland.

Hilfreich zur Seite standen uns immer wieder Menschen, die in ihren Heimatländern schon journalistisch tätig waren, und uns bei den Berichten unterstützt haben. Nahezu 150 Mal hat die HARKE am Sonntag uns die Möglichkeit gegeben über all diese Themen zu berichten.

Wir hatten Glück, beim TKW fanden wir in Karl Theuerkaufer einen sehr engagierten Integrationsbeauftragten, der uns immer mit Rat und Tat zur Seite stand und immer wieder Sportangebote auch für Frauen mit ins Begegnungscafé St. Martin brachte. Das Begegnungscafé wurde unsere Anlaufstelle zur Kontaktaufnahme, sowohl mit geflüchteten, als auch mit Ehrenamtlichen.

Während der Projektlaufzeit kam es zu einer intensiven Zusammenarbeit innerhalb der Begegnungscafés und Flüchtlingsinitiativen des Landkreises, es wurden viele Veranstaltungen und Projekte gemeinsam initiiert: so richteten wir gemeinsam drei Feierabendgespräche aus mit den Themen Arbeit und Ausbildung, Familienzusammenführung und die aktuelle Wohnungssituation in Nienburg und Umgebung. Viel Zuspruch fanden Ausflüge (Zoo, Auswanderermuseum Bremerhaven) und gemeinsam mit einheimischen und zugewanderten organisierte Feste.

Zusammen mit dem Landkreis, dem Kreisjugendring, dem Kreissportbund und der Stadt Nienburg gründeten wir den Arbeitskreis Integrationsangebote (AKI) und richteten zweimal mit großem Anklang die Veranstaltung Mitternachtssport mit Trendsportarten aus und überlegten in diesem Kreis, welche Integrationsangebote wir noch anbieten könnten.

Den Schwerpunkt Schulung interkulturelle Kompetenz/Integrationsmoderatoren setzten wir mit unseren eigenen Mitarbeitenden um.

Mit der Gruppe „Menschen helfen Menschen“, die sich innerhalb des Projektes zusammengetan haben und jetzt einen Verein gegründet hat, ist eins der nachhaltigen Projektziele erfüllt worden.

Der Text in Originalsprache. DH

Der Text in Originalsprache. DH

Die Will-iN-Mitarbeitenden Nurten Akan, Samir Elladawi und Heike Schepp (von links). CJD

Die Will-iN-Mitarbeitenden Nurten Akan, Samir Elladawi und Heike Schepp (von links). CJD

Eine Torte gab es zur Vereinsgründung. CJD

Eine Torte gab es zur Vereinsgründung. CJD

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Erstellt:
24. August 2019, 21:15 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 30sec

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