Sonja Ötting und Sebastian Sonntag beim Probelauf in Kleingruppen für die Stützkurse an der Rahn Schule. Foto: Rahn Schule

Sonja Ötting und Sebastian Sonntag beim Probelauf in Kleingruppen für die Stützkurse an der Rahn Schule. Foto: Rahn Schule

Nienburg 14.11.2020 Von Die Harke

Nachteile ausgleichen, Bildung einholen

Rahn Schule und Sprotte-Zentrum starten Projekt für Kinder aus benachteiligten Familien

Immer der NaSe nach könnte man als Leitspruch wählen, wenn es um die Bewältigung einer Krisensituation wie der Pandemie geht. Es soll beständig vorangehen. In diesem Fall bedeutet die Abkürzung NaSe „Nachteile ausgleichen – Schulbildung einholen“. Es ist ein Bildungsprojekt, was die Rahn Schulen in Verbindung mit dem Begegnungszentrum Sprotte seit November gemeinsam durchführen.

Die getroffenen Maßnahmen zum Infektionsschutz haben bereits jetzt tiefgreifende Auswirkungen auf die Bildungsbiografien zahlreicher Kinder in Nienburg gehabt. Zu nennen ist der Lockdown aller Schulen im Frühjahr dieses Jahres. Besonders betroffen waren davon Schülerinnen und Schüler, die aufgrund ihrer häuslichen Situation oder einer abweichenden Muttersprache bzw. fehlender technischer Ausstattung im eigenen Zuhause kaum oder nicht ausreichend beschult werden konnten und somit bis heute bleibende Nachteile im Schulerfolg erleben.

Diese Familien hatten oftmals nicht die Möglichkeit, die Kinder im Homeschooling optimal zu fördern beziehungsweise zu unterstützen.

Um der Benachteiligung aktiv entgegenzuwirken, hat der Förderverein der Rahn Schulen Nienburg gemeinsam mit dem Begegnungszentrum Sprotte das Projekt „NaSe“ ins Leben gerufen. Der Name ist Programm: Ehrenamtlich erarbeiten Lehrerinnen und Lehrer der Rahn Schule sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter beider Bildungsinstitutionen den durch die Pandemie verpassten Unterrichtsstoff mit den Kindern.

Dazu werden Kleingruppen je nach Leistungsstand gebildet, in denen die Hauptfächer Mathe, Deutsch und Englisch unterrichtet werden. Der Unterricht findet zwei- bis dreimal pro Woche in den Räumen der Rahn Schule statt. Insgesamt 30 Schülerinnen und Schüler der Klassen vier bis sechs sollen auf diesem Wege die Möglichkeit erhalten, das aktuelle Schuljahr sicher abzuschließen beziehungsweise den Wechsel auf eine weiterführende Schule souverän vollziehen zu können.

Tamara Ritter (rechts), Pädagogische Leitung des Sprotte e.V., und Linda Ebeling (links), Koordinatorin der Hausaufgabenhilfe, freuen sich auf die Zusammenarbeit. Foto: Rahn Schule

Tamara Ritter (rechts), Pädagogische Leitung des Sprotte e.V., und Linda Ebeling (links), Koordinatorin der Hausaufgabenhilfe, freuen sich auf die Zusammenarbeit. Foto: Rahn Schule

Als Kooperationspartner ist der Sprotte e.V. am Projekt beteiligt, der sich in Nienburg für Familien und soziale Infrastruktur seit Jahren stark macht. Darüber hinaus beteiligen sich die Bürgerstiftung im Landkreis sowie die Klitzing-Stiftung mit Fördermitteln am Projekt NaSe. Eine Unterstützung durch die Sparkasse Nienburg ist ebenfalls beantragt.

Die 1. und 2. Vorsitzende Sonja Ötting und Bettina Baertz vom Förderverein der Rahn Schulen sowie die Pädagogische Leitung des Sprotte, Tamara Ritter hoffen, dass das Projekt NaSe langfristig Kindern aller Schulen in Nienburg zugutekommt und somit eine bessere Teilhabe an Bildung ermöglicht wird.

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Erstellt:
14. November 2020, 18:15 Uhr
Lesedauer:
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