Charis Haska. Haska

Charis Haska. Haska

Liebenau 15.10.2018 Von Die Harke

„Nachts zittert das Haus“

Augenzeugin der Revolution in der Ukraine, Charis Haska, liest

„Nachts zittert das Haus“ – eine Augenzeugin berichtet über die Revolution in der Ukraine. Die Lesung aus dem gleichnamigen Buch und das Gespräch mit Autorin Charis Haska finden am Freitag, 19. Oktober, um 19 Uhr im Ev. Gemeindehaus Liebenau statt. Von 2009 bis 2015 lebten Charis und Ralf Haska aus dem bayrischen Marktleuthen als Auslandspfarrfamilie in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Dort wirkten sie bei der evangelisch-lutherischen Gemeinde St. Katharina.

Kirche und Wohnung befanden sich nur wenige Minuten vom „Maidan“ entfernt – dem zentralen Platz der ukrainischen Hauptstadt. Dort kam es im November 2013 zu friedlichen Demonstrationen von Studierenden. Doch was mit dem zivilgesellschaftlichen Einsatz junger Menschen für Menschenrechte und gegen die ausufernde Korruption im Lande begann, mündete in Massenkundgebungen, in tödlichen Auseinandersetzungen auf dem „Maidan“, in der Flucht des Präsidenten, in Neuwahlen und in den bis heute andauernden Krieg im Osten der Ukraine.

Hatte Pastor Ralf Haska in den ersten Wochen noch im Talar zwischen den Reihen der Kontrahenten für Gewaltlosigkeit und Gespräche geworben, so wurde die Familie bald zum Augenzeugen einer blutigen Revolution. Die Familie engagierte sich mit der Kirchengemeinde für Verletzte und bot Hilfe, Rat und Trost.

Charis Haska liest außerdem aus ihrem Buch „Schwester Jelenas Tränen“ und stellt ihre persönlichen Kiewer Erlebnisse von November 2013 bis August 2015 vor.

Beide Bände dokumentieren zahlreiche Begegnungen mit der einheimischen Bevölkerung, stellen die Frage nach christlicher Friedensethik und beleuchten, was die „Revolution der Würde“, die Krimkrise und der dann beginnende Krieg für die ukrainische Bevölkerung bedeuten.

Charis Haska wurde 1967 in Bayreuth geboren. Nach ihrer Ausbildung und Tätigkeit als Altenpflegerin studierte sie Evangelische Theologie in Naumburg/Saale und Berlin.

Der Eintritt ist frei. Spenden werden erbeten.

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Erstellt:
15. Oktober 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

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