Stefan Reckleben

Stefan Reckleben

Das neue Jahr 31.12.2012 Von Stefan Reckleben

Nagelprobe

Den Bürgerinnen und Bürgern des Kreises Nienburg soll das neue Jahr Gesundheit, Arbeit und Brot bringen. Ein Fortkommen in Schule, Beruf und Familie. Es soll Freunde bescheren, wo noch keine sind und Respekt im Streit.

Respekt im Streit wächst auf einem Mindestmaß an Vertrauen, unabdingbare Voraussetzung, um die Herausforderungen zu bestehen, denen die kreisangehörigen Kommunen und der Kreis gegenüberstehen. Untereinander sind die Gemeinden zur Zusammenarbeit verdammt, um Synergien zu erzielen, denn die bloße Verwaltung ohne jede Investition können die meisten Kommunen nicht mehr bezahlen. Kooperation setzt den Willen zu neuen Strukturen voraus und Verlässlichkeit selbst gegen die eigene Lobby.

Durchsetzungswillen bedarf der Führungsqualität. Es bedarf des Fingerspitzengefühls, Vertrauen zu gründen und Interessen zusammenzuführen. Den Bürgermeistern ist eine glückliche Hand zu wünschen. Vor allem dem Landrat.

An der Zukunft der Bildungslandschaft hängt das politische Schicksal des Kreises. Wenn die Kreispolitik quer durch die Fraktionen weiter in drei Teile (Nienburg Richtung Hannover, Nordkreis gen Bremen und Südkreis nach Minden/Schaumburg) zerrissen bleibt, läuft der Kreis Gefahr, in den jetzigen Grenzen in zehn Jahren nicht mehr zu existieren. Ganz gleich, welcher parteipolitischer Couleur die Landesregierung sein wird. Sie wird sich nicht die Finger an Gemeindegrenzen verbrennen. Sie geht an die Kreise. Das passiert bereits im Wendland, vom Südharz über Holzminden bis nach Göttingen.

Eine gemeinsam getragene Bildungspolitik im Kreis ist die Nagelprobe, ob es dem Kreis gelingt, nach außen als geschlossene politische Kraft aufzutreten.

Stefan Reckleben

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Erstellt:
31. Dezember 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 45sec

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