Doris und Ulf Nagel lieferten auf dem Parkett in Stuttgart eine gute Performance ab. Foto: Nagel

Doris und Ulf Nagel lieferten auf dem Parkett in Stuttgart eine gute Performance ab. Foto: Nagel

Stuttgart 29.09.2021 Von Ulf Nagel

Nagels tanzen bei den „Deutschen“ vorn mit

Tanzpaar vom TKW Nienburg sichert sich in Stuttgart Platz 35. Sie lassen damit in der Senioren III S-Klasse fast 60 Paare hinter sich

Eine Woche nach der Landesmeisterschaft war es soweit: Bei strahlendem Sonnenschein öffneten sich die Türen des Tanzsportzentrums Stuttgart Feuerbach für die Paare der Deutschen Meisterschaft (Deutschlandpokals) der Senioren III S-Klasse. Doris und Ulf Nagel vom TKW Nienburg durften in dem hellen Saal der Meisterschaft natürlich nicht fehlen.

Pause sorgt für Spannung

Nach den zuvor in den einzelnen Bundesländern durchgeführten Landesmeisterschaften lagen 120 Meldungen für dieses Turnier vor, aber einige Abmeldungen ließen die Starterzahl auf 91 Paare schrumpfen. Da es in diesem Jahr keine Sternchenpaare gab, mussten alle Paare die Vorrunde tanzen. Nagels wussten, dass hier ein „anderer Wind“ weht, als noch auf den Landesmeisterschaften. Für zusätzliche Spannung sorgten die längere Turnierpause und die dadurch in der Altersstufe neu hinzugekommenen Paare. Um den Abstandsregeln gerecht zu werden und den Paaren ausreichend Bewegungsfreiraum zu ermöglichen, wurde die Vorrunde in zwölf Gruppen mit sieben bis acht Paaren pro „Heat“ getanzt. Dies bedeutete für alle Beteiligten ein wenig Ausdauer, denn so erstreckte sich die Vorrunde über rund zweieinhalb Stunden.

Nagels erwischten einen guten Start und konnten sich in den ersten drei Tänzen freitanzen und den Raum geschickt nutzen. Eine vorgeschriebene „Lüftungspause“ brachte die beiden allerdings etwas aus dem Tritt. Der Slowfox – sonst eher eine Stärke der beiden – und der Quickstep liefen nicht wie gewünscht. Und nun hieß es warten, denn damit war die Vorrunde der beiden beendet. Nun wurden alle Teilnehmer dem Publikum vorgestellt und anschließend ging es mit 49 Paaren in die erste Zwischenrunde, die in sieben Gruppen getanzt wurde.


Technik, Psyche und Ausstrahlung gefragt

Sofort merkte das TKW-Paar, dass es nun noch härter werden würde, sich zu behaupten. Wer kann Technik, Psyche und Ausstrahlung so kombinieren, um die Wertungsrichter zu überzeugen? Viel Zeit blieb den beiden nicht, darüber nachzudenken. Die Bewegungsabläufe auf der Fläche sind automatisiert und so starteten sie in ihre Runde. Auch hier gelangen die ersten drei Tänze gut. Und dann kam der Anspruch: „Die letzten beiden Tänze machen wir besser als in der Vorrunde.“ Und das gelang den beiden gut. Zufrieden mit ihrer Leistung konnten sie nun auf die Bekanntgabe der Teilnehmer des Viertelfinales warten, denn mit der Teilnahme an der 48er-Runde hatten sie ihr selbst gestecktes Ziel erreicht.


60 Paar hinter sich gelassen

Zwar wurde die Startnummer von Doris und Ulf Nagel nicht aufgerufen und sie verpassten das Viertelfinale, waren aber gespannt, wie die Wertungsrichter ihr Tanzen gesehen hatten. Beim Blick auf die Wertung staunten die beiden nicht schlecht. Mit Platz 35 hatten sie sich weit nach vorne getanzt und hatten fast 60 Paare hinter sich gelassen. Mit diesem Erfolgsgefühl war das Verfolgen des Turniers, der Sieg des „alten“ Deutschen Meisters (Thomas und Susanne Schmidt, Schwarz-Rot-Club Wetzlar) und das abschließende Essen mit Tanzfreunden ein gelungener Abschluss eines tollen Wochenendes.

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Erstellt:
29. September 2021, 12:49 Uhr
Lesedauer:
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