HARKE-Redakteuer Sebastian Stüben berichtet von zwei Anekdoten zum Eiscafé Diana in Liebenau. Foto: Stüben

HARKE-Redakteuer Sebastian Stüben berichtet von zwei Anekdoten zum Eiscafé Diana in Liebenau. Foto: Stüben

Liebenau 03.03.2020 Von Sebastian Stüben

Nasse Zylinder und Spaghettieis

Wie ich vor dem Regen mit Oma und Opa ins Eiscafé Diana geflohen bin

Ich habe gleich zwei Anekdoten zum Eiscafé Diana zu erzählen – tatsächlich eine Institution in Liebenau und Umgebung. Sie haben beide direkt oder indirekt mit meiner Heimat an der Ostsee zu tun.

Die erste spielt im Sommer 2006 während des „Sommermärchens“, der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land. In Erinnerung geblieben ist bei den meisten ein heißer sonniger Sommer. Doch es gab einen Vormittag im Sommer 2006, an dem der Himmel seine Schleusen öffnete – aber wie. Neben der Weltmeisterschaft war Schützenfest in Liebenau – für die meisten Einwohner wenigstens ebenso bedeutend. Der große Umzug durch das Dorf stand an.

Ich hatte meine Frau Simone 2004 kennengelernt, 2006 waren das erste Mal meine Oma und mein Opa aus Großenbrode von der Ostsee da. Dort gibt es zum Gildefest auch jährlich einen schönen Umzug, jetzt wollten Opa Werner und Oma Lydia den Liebenauer Umzug sehen.

Wir standen also an der Langen Straße und hörten die Musik, als sich plötzlich der Himmel verdunkelte. Wir suchten schnell Zuflucht im Eiscafé Diana. Und schließlich aßen wir genüsslich Spaghettieis im Trockenen, während draußen die Zylinder der Marschierenden aufweichten. Und wir waren nicht die einzigen Schutzsuchenden. Glücklicherweise hatten wir uns beeilt und einen Sitzplatz erwischt – direkt am Fenster.

Die zweite Anekdote spielte einige Jahre später – und auch sie hat mit einem Menschen aus meiner Heimat zu tun. Als Student in Kiel hatte ich bis 2005 mit meinem Schulfreund Moritz zusammen gewohnt. Nach meinem Umzug nach Liebenau hatten wir uns nach und nach aus den Augen verloren, nur sporadisch Kontakt gehalten. Bis ich irgendwann erfuhr, dass Moritz seit mehreren Monaten eine Freundin aus Wellie hatte. Und er hatte sich nicht bei mir gemeldet.

Höhepunkt seine Aussage: „Wir waren auch schon öfter im Eiscafé Diana Eis essen.“ Mein Jugendfreund hatte also eine Freundin, die nur wenige Kilometer entfernt von meinem Zuhause wohnte. Und sie waren Eis essen, nur wenige Meter von unserem Haus entfernt. Die Welt ist klein. Und er hatte sich nicht gemeldet – so eine Frechheit. Schließlich ist er Patenonkel meines zweiten Kindes geworden, und wir waren zusammen Eis essen bei Diana.

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Erstellt:
3. März 2020, 20:10 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 08sec

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