Steffen Gazioch zeigte den Kindern Bienen von ganz nah. Foto: Gazioch

Steffen Gazioch zeigte den Kindern Bienen von ganz nah. Foto: Gazioch

Rodewald 16.05.2021 Von Die Harke

Naturerfahrungen mit Pflanzen und Säen

Projekt im Rodewalder Kindergarten Eulennest

Als die Natur Ende Februar allmählich aus dem Winterschlaf erwachte, begann für die insgesamt neun Krippen- und 25 Kindergartenkinder des Kindergartens Eulennest in Rodewald das spannende Jahresprojekt „Naturerfahrungen“.

Gemeinsam mit den Kindern wurde besprochen, welche Themen bei dem Projekt behandelt werden sollen. Bei den Krippenkindern stand das Beobachten von Käfern, Spinnen und Bienen an oberster Stelle. Gerade die nützlichen Bestäuber haben es den Kindern angetan, woraufhin zahlreiche Bienen gebastelt, gemalt und Bücher zum Thema gelesen wurden. Besonders staunten die Jüngsten, als Erzieher Steffen Gazioch eines Tages Kokons im Morgenkreis zeigte, aus denen kurze Zeit später kleine Mauerbienen schlüpften.

„Uns ist es wichtig, den Kindern einen respektvollen Umgang mit der Natur, insbesondere mit den Insekten zu lehren und ihnen zu zeigen, dass diese harmlos sind, solange sie nicht bedroht werden“, erläuert Gazioch.

Den Bienen wurden verschiedene Nisthilfen gebaut und mit Hilfe der Eltern mehrere Staudenbeete angelegt, um ein üppiges Nahrungsangebot zu bieten. Als besonderes Highlight wurde vor Kurzem ein 50 Quadratmeter großer Blühstreifen hinter dem Außengelände der Krippe angelegt. Das passende Saatgut hierfür stiftete die Institution „Deutschland blüht auf“.

„Für jedes Kind gab es außerdem ein kleines Tütchen mit Blumensamen für zu Hause. Diese sollen die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern im eigenen Garten säen, damit das Thema auch noch nach Kindergartenschluss präsent ist“, berichtet Gazioch weiter.

Bei den Kindergartenkindern stand schnell fest, dass diese, neben dem Bestaunen von Insekten, besonderes Interesse daran haben, ihr eigenes Gemüse anzubauen und Blumen zu pflanzen. Unterstützung bekamen sie dabei von Hans-Heinrich Hahlbohm, einem pensionierten Grundschullehrer und Naturexperten aus Rodewald, der ihnen ein Stück seines Gartens zur Verfügung stellte. „Hali“, wie er von allen im Dorf liebevoll genannt wird, bewirtschaftet einen großen Naturgarten, der an den Kindergarten angrenzt. Er hat den Kindern viel über den Anbau von verschiedenem Gemüse und nützlichen Blumen erklärt.

Bald darauf wurden die Beete von Laub befreit, die ersten Radieschen und Möhren in die Erde gesät und Kartoffeln zum Vorkeimen auf die Fensterbank gestellt, bis auch sie im April gepflanzt wurden.

Regelmäßiges Gießen und Unkraut jäten gehört nun fest zum Alltag der Kinder, die sich mittlerweile schon über die erste Ernte aus dem eigenen Garten freuen. „Die Kinder lernen so nicht nur Verantwortung für etwas zu übernehmen, sondern auch, dass das selbstangebaute Gemüse viel leckerer schmeckt, als das aus dem Supermarkt.“ heißt es abschließend vom Kindergarten zu der Aktion.

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Erstellt:
16. Mai 2021, 16:28 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 16sec

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