Neue Bücher für „Leseratten“

Neue Bücher für „Leseratten“

Feiern den Neustart der Schulbibliothek an der ASS (von links): Carmen Herzog (Sponsorin), Kerstin Blunk (Beauftragte für die Bibliothek), Olga Schneider (Bibliothekarin), Noami Merzenich, Heiko Wolff (Sponsorin). Im Vordergrund sitzen die „Leseratten“ Anne Waag und Karina Roll (Klasse 7e). ASS

Für einige Zeit hatten den Besucher in der Bibliothek der Albert-Schweitzer-Schule leere Regale angestarrt. Regenwasser aus der Decke hatte die einst gemütliche Leseecke in ein „Feuchtbiotop“ verwandelt, das möglicherweise Wasserratten, kaum aber „Leseratten“ und „Bücherwürmern“ zuträglich gewesen wäre. Seit vergangenem Donnerstag jedoch präsentiert sich die Schulbibliothek der ASS im Gebäude am Nordertorstriftweg in erstem neuen Glanz. Zu verdanken ist dies engagierten Lehrern und großzügigen Eltern. Dank der Schule gilt auch der Concordia-Stiftung, die der Albert-Schweitzer-Schule eine Spende von 500 Euro für neue Bücher hatte zukommen lassen.

Carmen Herzog und Heiko Wolff von der Versicherung waren jetzt zu Gast in den neuen Räumen der Bibliothek, wo ihnen Kerstin Blunk, Beauftragte für die Schulbibliothek, gemeinsam mit Bibliothekarin Olga Schneider und Naomi Merzenich sowie den Schülerinnen Karina Roll (Klasse 7e) und Anne Waag (Klasse 7e) für die spontane Hilfe dankte und die Bibliothek erneut ihrer Bestimmung übergab.

Lange Zeit hatte es schlecht ausgesehen für die Bücherfans im Triftwegsgebäude der Schule. Regenwasser war durch die Decke gekommen, zusätzlich hatte ein Leitungswasserschaden die Verheerungen vergrößert. Resultat: 500 Bücher waren zerstört worden und ein Schaden von 1500 Euro ist in den Räumlichkeiten entstanden, die wegen der Feuchte nun nicht mehr nutzbar waren.

Mit großem Engagement suchte die Schule unter der Federführung von Blunk nach Lösungen. Neue Räume mussten her, Eltern und Lehrer wurden um Hilfe gebeten – deren beachtliche Spenden dann einen Teil der Schäden ausgleichen konnten.

Dann erfuhr die Concordia-Stiftung von der großen Not der Bibliothek. „Wir haben ganz spontan reagiert, Kontakt zur Schule aufgenommen und um einen Antrag um Unterstützung gebeten. Diesen haben wir dem Vorstand gleich für die nächste Sitzung übergeben, so dass der sogleich Hilfe zusagte“, erklärten Carmen Herzog und Heiko Wolff für den Sponsor.

Wir haben Dauerbrenner angeschafft wie Bücher von Erich Kästner, Krimis, Fantasyromane, aber auch Lesehilfen und den Kinderreiseführer ,Komm mit‘.

Kerstin Blunk , Beauftragte für die Schulbibliothek an der ASS

Die Concordia sei spezialisiert auf öffentliche Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen, und – als zwar in Hannover ansässiges, aber ursprünglich aus Hoya kommendes Unternehmen – habe es auch einen lokalen Bezug zur ASS und zu Nienburg. Herzogs Motivation, die ASS zu unterstützen, habe zudem auch eine ganz persönliche Komponente: „Meine Kinder gehen zur Albert-Schweitzer-Schule.

Und schon damals, als die Cafeteria aufgebaut wurde, habe ich hier geholfen.“ Mit der Unterstützung der Stiftung und der großen Hilfe durch Elternschaft und Lehrer konnten hunderte neue Bücher angeschafft werden. Zuvor hatte Blunk in den Klassen 5 bis 7 nachgefragt, welche Bücherwünsche bestünden, um den Interessen der Schüler entgegenzukommen.

„Wir haben dann Dauerbrenner angeschafft, wie zum Beispiel Bücher von Erich Kästner, Krimis, Fantasyromane, aber auch Lesehilfen und den Kinderreiseführer ,Komm mit‘“, sagt Blunk und zeigt sich zuversichtlich, auch künftig ein attraktives Angebot in der gut angenommenen Bibliothek vorhalten zu können. Gerade Mädchen aus den 6. und 7. Klassen täten sich hier durch besonderen Leseeifer hervor, aber auch Jungen, die stark Comics nachfragten oder auch in der Spieleecke Schach ausprobierten. Zudem sei die Bibliothek ja in den Fachunterricht eingebunden, das Fach Geschichte etwa nutze häufig die Bücherei für Unterrichtseinheiten. „Die Spende der Concordia-Stiftung war Hilfe in höchster Not“, so Blunk.

In der Zukunft sollen noch so manche Verbesserungen in der Bibliothek umgesetzt werden. So müsse eine Sitzecke her; eine neue Bestuhlung soll angeschafft werden, und es wird ein zweiter Raum benötigt, um die Spielecke vom stillen Leseraum besser trennen zu können.