Nienburg 22.03.2018 Von Die Harke

Neue Defibrillatoren, weil Wartung zu teuer wurde

Jahresversammlung der Interessengemeinschaft der Feuerwehr

Die Interessenvereinigung der Ortsfeuerwehr Nienburg hat im vergangenen Jahr ihre beiden wartungsintesiven automatischen, externen Defibrillatoren gegen neue Geräte ersetzt, die nicht so intensiv gepflegt werden müssen. Die Kosten für die Wartung waren der Vereinigung zu viel geworden – und zu einem echten Ärgernis. Die Vereinigung hatte nach eigenen Angaben wiederholt die Stadt gebeten, die Geräte zu übernehmen, die hätte sich strikt geweigert. „Ein Mitglied der Feuerwehr und der Interessenvereinigung betreibt einen Handel damit und konnte zwei neuwertige und generalüberholte Geräte anbieten“, teilt die Vereinigung mit: „Beide Geräte wurden günstig erstanden. Ein weiterer Vorteil besteht auch darin, dass dieses Mitglied die Einsatzkräfte rechtssicher schulen kann, was wiederum eine externe, kostenpflichtige Fortbildung spart.“

Beide Geräte wurden vom stellvertretenden Vorsitzenden [DATENBANK=977]Thomas Cornelsen[/DATENBANK] im Anschluss an die Versammlung an die beiden stellvertretenden Ortsbrandmeister [DATENBANK=6646]Wolfram Müller[/DATENBANK] und [DATENBANK=6506]Ralf Bergmann[/DATENBANK] übergeben.

Als weiteres Beispiel für eine sinnvolle Investition stellte die Vereinigung die gasbetriebene Feuerlöscherübungsanlage vor, die sie 2016 gekauft hatte. „2017 wurden an der Anlage unter anderem elf externe Gruppen durch die Brandschutzerzieher und Schulklassenbetreuer im Umgang mit Feuerlöschern geschult, was wiederum zeigt, wie wichtig diese Investition war“, teilt der Verein mit.

2017 gab es mehrere größere Investitionen: unter anderem ein Navigationsgerät für das kleine Löschgruppenfahrzeug und Softshell-Jacken für die Mitglieder. Insgesamt wurden 2017 mehr als 15.000 Euro vom Verein in die Feuerwehr investiert. Seit der Gründung vor 16 Jahren kommt der Verein auf eine Förderungssumme von mehr als 285.000 Euro.

„In erste Linie kamen die Investitionen der Jugendfeuerwehr und den aktiven Kameraden zugute“, teilt die Vereinigung mit. Ein Großteil des Geldes wurde durch Spenden und die kontinuierliche Altpapiersammlung eingenommen.

Bei den Wahlen wurden alle vier Mitglieder des Vorstandes einstimmig wiedergewählt: Klaus Hanauer als Vorsitzender, Thomas Cornelsen als Stellvertreter, Hans-Jürgen Höfelmeyer als GEschäftsführer und Dieter Schmitz als Schriftführer.

Nach Angaben von Geschäftsführer Höfelmeyer hat der Verein 163 Förderer, davon 97 ordentliche Kräfte, sprich Einsatzkräfte aus der Einsatz- und Altersabteilung, und 66 fördernde Mitglieder. Höfelmeyer wünscht sich, mehr Förderer ins Boot zu holen. Immerhin würden sie die Stadt teilweise entlasten, da die Interessenvereinigung Kosten übernimmt, die durch die Kommune nicht bezahlt werden, sagte Höfelmeyer.

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Erstellt:
22. März 2018, 21:00 Uhr
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