Steven Isserlis ist ein Cellist von Weltrang. Sein Auftritt im nur 185 Plätze umfassenden Giebelsaal ist eine absolute Besonderheit. Jean Baptiste und Bo Huang

Steven Isserlis ist ein Cellist von Weltrang. Sein Auftritt im nur 185 Plätze umfassenden Giebelsaal ist eine absolute Besonderheit. Jean Baptiste und Bo Huang

Nienburg 22.06.2017 Von Die Harke, Von Sabine Lüers-Grulke

Neue Meisterkonzerte im Giebelsaal

Kammermusikalische Reihe mit Musikern der internationalen Spitzenklasse ist immer noch ausabonniert

Die Meisterkonzerte im Giebelsaal der Albert-Schweitzer-Schule in Nienburg erfreuen sich seit 1985 äußerster Beliebtheit. Das besondere Ambiente und die von allen Seiten gelobte, gute Akustik bieten seither einen herausragenden Rahmen für die Konzertreihe. Mit vier Konzerten pro Spielzeit bietet die Reihe ein kleines, dafür aber hochkarätiges Programm. Musiker der internationalen Spitzenklasse, renommierte Solisten und Ensembles werden regelmäßig für die Meisterkonzerte im Giebelsaal gewonnen – so auch in der kommenden Saison. [DATENBANK=910]Nienburgs Kulturchef Wolfgang Lange[/DATENBANK] hebt hervor:

„Durch die nachhaltige finanzielle Unterstützung der Meisterkonzerte-Reihe durch die Neuhoff-Fricke-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kunst ist die Stadt Nienburg in der Lage, eine kammermusikalische Konzertreihe von überregionaler Strahlkraft zu realisieren.

Die Reihe der Meisterkonzerte im historischen Giebelsaal des Gymnasiums Albert-Schweitzer-Schule ist auch aufgrund dieser herausragenden Qualität der Künstler und Ensembles Jahr für Jahr ausabonniert. Mit Steven Isserlis gastiert in der kommenden Spielzeit ein Cellist von Weltrang in Nienburg, über dessen Verpflichtung uns auch einige der renommiertesten Konzerthäuser beneiden dürften. Aber auch die übrigen Ensembles in dieser Reihe versprechen höchsten Konzertgenuss.

Besonders freue ich mich aber auch darüber, dass eine konkrete Aussicht besteht, die Erreichbarkeit des Giebelsaals für ältere Konzertbesucher sowie für Personen mit Einschränkungen zu verbessern: Die Albert-Schweitzer-Schule erhält in den kommenden Monaten einen Fahrstuhl.“

Am Donnerstag, 26. Oktober, beginnt die neue Saison mit dem Trio „Wanderer & Freunde“. Das bereits in der Meisterkonzerte-Saison 2009/10 stürmisch gefeierte Trio „Wanderer“ mit Vincent Coq (Klavier), Jean-Marc Phillips-Varjabédian (Violine) und Raphaël Pidoux (Violoncello) trägt seinen Namen als Huldigung an Schubert und die deutsche Romantik mit dem Leitmotiv des „wandernden Reisenden“.

Das vielfach preisgekrönte französische Trio tritt für ein besonderes kammermusikalisches Programm gemeinsam mit zwei Spitzeninterpreten auf: Der Bratschist Stefan Fehland erhielt seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Frithjof-Martin Grabner (Kontrabass) konzertierte schon als Absolvent und Preisträger internationaler Wettbewerbe in zahlreichen Sinfoniekonzerten als Solist und als Continuo-Spieler der großen Oratorien.

Der britische Cellist Steven Isserlis tritt am Dienstag, 12. Dezember, gemeinsam mit der Pianistin Connie Shih im Giebelsaal auf. Isserlis wird weltweit für seine beeindruckende Technik und Musikalität geschätzt und ist ein herausragender Solist und Kammermusiker. Als Solist tritt er mit den weltweit renommiertesten Orchestern und Dirigenten auf. Steven Isserlis, Commander of the British Empire, ist einer von nur zwei lebenden Cellisten, die in die Gramophone Hall of Fame aufgenommen wurden.

Die kanadische Pianistin Connie Shih gilt als eine der herausragenden Künstlerinnen ihres Heimatlandes. Bereits im Alter von neun Jahren feierte sie ihr Orchesterdebüt mit Mendelssohns 1. Klavierkonzert gemeinsam mit dem Seattle Symphony Orchestra.

Das „Daedalus Quartet“ trägt am Dienstag, 6. März 2018, Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Charles Ives und Johannes Brahms vor. Das junge Quartett gewann bereits ein Jahr nach seiner Gründung im Jahr 2009 den ersten Preis des internationalen Streichquartett-Wettbewerbs im kanadischen Banff und etablierte sich als eines der vorzüglichsten Streichquartette der USA. Die Carnegie Hall in New York nominierte das „Daedalus Quartet“ für die Reihe „Rising Stars“ der European Concert Hall Organization (ECHO).

Am Donnerstag, 12. April 2018, treten Gábor Boldoczki (Trompete) und Krisztina Fejes (Klavier) mit Werken von Georg Friedrich Händel, Frédéric Chopin, Gabriel Fauré, Edward Elgar, Franz Liszt, Hidas, Friedmann, Wagner, Enescu und Hubay auf. Der in Ungarn aufgewachsene Gábor Boldoczki ist mit seinem Trompetenspiel eine Ausnahmeerscheinung seiner Generation.

Die internationale Presse feiert ihn regelmäßig als grandiosen Trompetenvirtuosen. Die gebürtige Ungarin Krisztina Fejes studierte am Béla Bartók Konservatorium in Budapest. Neben ihrer Lehrtätigkeit an der Franz-Liszt-Musikakademie führten ihre Gastspiele sie unter anderem nach Wien, München und Paris. Sie ist Preisträgerin des Internationalen Klavierwettbewerbes „Béla Bartók“.

Die Meisterkonzerte sind äußerst beliebt und die Karten sehr begehrt, so dass diese Reihe ausabonniert ist. Es kommt allerdings vor, dass Karten kurzfristig zurückgegeben werden. Interessierte können sich am Veranstaltungstag unter Telefon (05021)87264 und 87356 an der [DATENBANK=784]Theaterkasse[/DATENBANK] melden und sich für mögliche Rückläufer vormerken lassen.

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Erstellt:
22. Juni 2017, 21:00 Uhr
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