Nienburg 02.04.2019 Von Die Harke

Neue Pläne für nahe Zukunft geschmiedet

Förderverein Nienburger Tafel hat Bilanz der ersten drei Jahre gezogen

Drei Jahre nach seiner Gründung im März 2016 präsentierte der Förderverein Nienburger Tafel jetzt seine erste Förderbilanz. So konnten im Jahr 2018 knapp 40.000 Euro an die Nienburger Tafel weitergegeben werden. Die Gelder stammen aus den Beiträgen der Mitglieder, Spenden sowie den Einnahmen mehrerer Veranstaltungen in den vergangenen drei Jahren. „Wir sind selbst überrascht, was wir in gerade einmal drei Jahren bereits erreicht haben. Ich danke unseren Mitgliedern und allen lieben Menschen und großzügigen Institutionen, die uns mit ihrer Spende oder ihrer tatkräftigen Hilfe diesen beeindruckenden Start als Förderverein ermöglicht haben“, sagte der 1. Vorsitzende Heinrich Eggers in seinem Rechenschaftsbericht während der Mitgliederversammlung.

Wofür das Geld verwendet wurde, erläuterte Schatzmeister Hans-Jürgen Hoffmann in seinem Bericht: 25.000 Euro flossen in einen neuen Kühlwagen, 8.500 Euro in den Austausch der hinfälligen Küche und weitere 1.500 Euro in einen neuen Hubwagen. Die Investitionen sollen das Arbeitsumfeld der Tafel in der Leinstraße nachhaltig verbessern.

Diese Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur erfüllen exakt die Zielsetzung des Fördervereins: „Indem wir Mittel für dringend benötigte Anschaffungen aufbringen, helfen wir der Tafel, mehr finanziellen Spielraum für ihren laufenden Betrieb zu schaffen“, sagte Eggers. „Gleichzeitig möchten wir das Arbeitsumfeld für die vielen ehrenamtlichen Kräfte so gestalten, dass sie sich bei ihrer tollen Arbeit wohl fühlen.“

Diesem Fördergrundsatz sei auch das Engagement des Vereins für das 20-jährige Jubiläum der Nienburger Tafel im „Weserschlößchen“ im vergangenen Jahr gefolgt. „Für uns war selbstverständlich, dass wir die Tafel bei der Organisation der Feier wesentlich unterstützen. Noch wichtiger war uns aber, dass wir die tägliche und häufig schon sehr langfristige Arbeit der circa 80 ehrenamtlichen Kräfte in der Feierstunde nicht nur mit Worten, sondern auch mit Dankeschön-Präsenten würdigen konnten“, erklärte Heinrich Eggers.

Fast alle Vorstandsmitglieder erklärten sich bereit, auch für die nächsten drei Jahre Verantwortung übernehmen zu wollen. 1. und 2. Vorsitzender bleiben Heinrich Eggers und Christian Rumpeltin. Die Kasse führt weiterhin Hans-Jürgen Hoffmann. Jürgen Folk kümmert sich auch künftig um Konzept und Organisation von Veranstaltungen. Neu im Team ist Hans-Ulrich Anding, der von Bettina Menke die Aufgabe des Schriftführers übernimmt. Durch eine Satzungsänderung wurde der erweiterte Vorstand um das Amt der Kommunikationsbeauftragten ergänzt. Um diese Aufgabe wird sich Anna Anding kümmern, die zunächst die Homepage des Vereins bis etwa Ende April aufbauen und dann auch betreuen soll. Als Beisitzerinnen und Beisitzer unterstützen wie bisher Ute Heitmüller, Heide Wirtz-Naujoks und Hans-Georg Kanning den Vorstand. Neu gewählt in diese Funktion wurden Bettina Menke und Rita Lechler.

Nach der personellen Ausrichtung des Vereins stand eine Vorschau künftiger Aktivitäten auf der Tagesordnung. Gesetzt ist für den 19. Oktober der vierte Suppengenuss in der Nienburger Stadtkirche St. Martin. „Der große Zuspruch und die guten Kritiken der letzten drei Jahre lassen uns hoffen, dass dieses Angebot eine lange Tradition bekommen wird“, sagte Jürgen Folk. Auch beim Adventszauber am Rathaus wird der Verein wieder dabei sein, nach Möglichkeit in der bewährten Zusammenarbeit mit Bürgermeister und Ratsmitgliedern.

Investiert werden soll natürlich auch wieder. Zunächst aber weniger in das Anlagevermögen der Tafel. Stattdessen sollen Mittel in die Bildung von Kindern und in das Wohlgefühl von bedürftigen Menschen fließen. In enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen Beate Kiehl und Andrea Walter möchte der Verein das Tafelprojekt „Lernschritte“ finanziell stärken und helfen, für mehr Schülerinnen und Schüler Hausaufgabenhilfe und individuelle Lernförderung zu ermöglichen. „Die Unterstützung von Kindern haben wir bei der Bürgertombola als Ziel formuliert. Mit dem Gewinn aus dieser, aber auch aus anderen Veranstaltungen, wollen wir jetzt unser Versprechen einlösen“, betonte Folk.

Mit einer anderen Idee möchte der Verein schon bald völliges Neuland in Nienburg betreten. „Wir sehen die Notwendigkeit, bedürftigen Kindern und Erwachsenen zumindest in den kälteren Jahreszeiten eine warme Speise anzubieten. In einem ersten Schritt soll deshalb eine Suppenküche entwickelt werden, die ein bis zwei Mal die Woche ein entsprechendes Angebot vorhält“, erklärte Folk. Verantwortlich für Planung und Umsetzung sind im Vorstand er und Ulrich Anding. Sollte das Angebot gut angenommen werden, können sich die Initiatoren für die fernere Zukunft auch eine Erweiterung des Angebots vorstellen.

Heinrich Eggers schloss die Veranstaltung mit dem Wunsch, dass sich die Anzahl der Mitglieder von jetzt 119 nachhaltig erhöhen werde. „Wir haben sehr viele gute Ideen und brauchen für die Finanzierung eine stabile Grundlage, die über eine höhere Anzahl von Mitgliedern noch besser gewährleistet wird.“

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Erstellt:
2. April 2019, 21:39 Uhr
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