Arne Hildebrandt DH

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Landkreis 04.07.2019 Von Arne Hildebrandt

Neue Probleme

Bewohner entlang der Ortsumgehung befürchten noch mehr Lärm

81850 Die sieben Kilometer lange Trasse, die Mittwochabend von der Straßenbauverwaltung präsentiert wurde, schafft jedoch neue Probleme in Erichshagen und Drakenburg. Die Straße soll nur rund 250 bis 300 Meter entfernt von den Wohngebieten verlaufen.

Zu dicht, befürchten Bewohner, die entlang der Trasse leben. Entsprechend gedrückt war Mittwochabend die Stimmung der rund 150 Zuhörer. Der Straßenlärm soll 49 Dezibel (das ist der Grenzwert für Wohngebiete in der Nacht) nicht überschreiten. Das wäre so leise wie eine normale Unterhaltung. Zweifel kommen da auf. Schon jetzt ist der Ortsteil vom Lärm der Bundesstraße 6, die viel weiter entfernt ist, der Bundesstraße 214 und der Bahn stark beeinträchtigt. Und nun soll noch eine weitere Straße hinzukommen. Zu recht fürchten die Menschen um ihre Lebensqualität.

Was auch erstaunt: Die Trasse steht im Großen und Ganzen schon fest. Viel lässt sich da nicht mehr ändern. Die Straße bedeutet auch einen erheblichen Eingriff in die Natur. Landwirtschaftliche Flächen gehen verloren, Rad- und Spazierwege werden zerschnitten oder überbaut. Flächenfraß, Artenvielfalt, Klimaschutz – wo schlägt sich die gesellschaftliche Diskussion, die einen immer höheren Stellenwert einnimmt, nieder? Passt eine dreispurige, 15 Meter breite Asphaltpiste überhaupt noch in unsere Zeit?

„Eingriffe in private und öffentliche Belange können nicht vermieden, aber es kann die bestmögliche Lösung gefunden werden“, sagt die Straßenbauverwaltung. Sie will Klagen vermeiden. Ob sie das mit der jetzigen Trasse schafft, scheint unwahrscheinlich.

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Erstellt:
4. Juli 2019, 19:50 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 44sec

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