Unsplash.com / CDC

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26.08.2020 Von Die Harke

Neue Reisewarnungen dank Corona

Die Zahl der Corona-Infektionen im Nachbar- und Ausland befindet sich wieder auf dem Vormarsch – für beliebte Urlaubsländer innerhalb der EU wurden jetzt wieder Reisewarnungen herausgegeben, die weltweite Reisewarnungen gilt weiterhin bis zum 31. August 2020.

Das was Experten bereits vor einigen Wochen ankündigten, ist nun die grausame Realität geworden: Die Corona-Infektionszahlen steigen wieder, neue Reisewarnungen werden ausgesprochen und eine zweite Welle des Virus fegt über viele Länder im Ausland hinweg. Die registrierten Neuinfektionen sind in Deutschland ebenfalls auf den höchsten Wert seit drei Monaten angestiegen – das Robert Koch-Institut meldete heute 1.510 registrierte Corona-Neuinfektionen. Fast 40 Prozent der getesteten Menschen haben sich laut RKI im Ausland angesteckt – als wahrscheinliche Infektionsländer gelten dabei die Türkei, Kroatien, Bulgarien und Bosnien. Da Reiserückkehrer im Schnitt häufiger getestet werden als sonstige Einwohner Deutschlands können die Zahlen natürlich variieren, dennoch sprechen die akuten Infektionszahlen für sich.

Seit die Reisewarnungen am 15. Juni für EU-Länder aufgehoben wurden, sind viele Touristen in den heiß ersehnten Sommerurlaub aufgebrochen. Besonders Kroatien und Spanien waren dabei die Top-Reiseziele der Deutschen. Das soll aber jetzt erstmal wieder Vergangenheit sein, denn das auswärtige Amt spricht offizielle Reisewarnungen für einzelne Mitgliedsländer der EU aus – besonders Spanien wurde zum Risikogebiet erklärt. Die einzige Ausnahme bilden die kanarischen Inseln. Das gesamte spanische Festland, die Balearen und Mallorca sind davon betroffen. Reiserückkehrer aus diesen Gebieten müssen sich schließlich entweder einem Corona-Test unterziehen und bei positive Ergebnissen natürlich in Quarantäne gehen.

Auch Kroatien, einzelne Gebiete Belgiens, Bulgariens, Rumäniens und weitere Länder außerhalb der EU gelten nun wieder als Risikogebiete. Touristen wird aufgrund der steigenden Corona-Zahlen von einer Reise abgeraten, die nicht zwingend erforderlich ist. TUI sagte bereits alle Pauschalreisen bis zum 24. August nach Spanien ab und bietet Urlaubern vor Ort die Möglichkeit, ihren Reise innerhalb von sieben Tagen zu beenden und nach Deutschland zurückzukehren. Wer sowieso in dieser Frist den Rückflug antreten sollte, kann dies nun auch sofort tun. Neben TUI sind diesem Konzept bereits andere Reiseveranstalter gefolgt, um die Auswirkungen der Pandemie auf Reisende besonders klein zu halten.

Wer dennoch nicht auf Urlaub verzichten möchte, kann sich aktuell noch für sichere Reiseländer entscheiden, für die die Reisebeschränkungen und Warnungen wieder aufgehoben wurden. So gelten beispielsweise Italien, Griechenland, Portugal, Großbritannien, die Schengen-Staaten oder Österreich als sicher für Touristen. Jedoch kann auch hier von heute auf morgen erneut eine Reisewarnung ausgesprochen werden, sollten die Neuinfektionen 50 Fälle pro 100.000 Einwohner überschreiten. Das gilt schließlich für Belgien, Rumänien oder Luxemburg, von denen Teile bereits als Risikogebiete eingestuft worden sind. Von Reisen in diese Gebiete rät das auswärtige Amt zu diesem Zeitpunkt ab. Urlauber können bei einer bestehenden Buchung der Reise zurücktreten und verschiedene Rechte geltend machen, um die Kosten erstattet zu bekommen.

Bleibt schließlich noch die Möglichkeit, den Urlaub in die eigenen vier Wände zu verlegen und sich vor einer Corona-Infektion zu schützen. Wer sich richtig ausrüstet, kann den Sommer auch im eigenen Garten ausnutzen und sich beispielsweise mit einem Aufstellpool bei heißen Temperaturen abkühlen. So lässt sich ohne große Umstände ein echtes Urlaubsfeeling erleben und unkompliziert den Garten in eine kleine Poollandschaft verwandeln. Die geplatzte Reise ist dann vielleicht etwas schneller vergessen.

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Erstellt:
26. August 2020, 10:13 Uhr
Lesedauer:
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