Der neue Kommandeur des Bataillons Elektronische Kampfführung 912, Oberstleutnant Marcus Sarnoch, Brigadegeneral Dag Baehr und Oberstleutnant Sascha Mies (von links) schreiten gemeinsam die Formation ab. Foto: Bundeswehr / Donat

Der neue Kommandeur des Bataillons Elektronische Kampfführung 912, Oberstleutnant Marcus Sarnoch, Brigadegeneral Dag Baehr und Oberstleutnant Sascha Mies (von links) schreiten gemeinsam die Formation ab. Foto: Bundeswehr / Donat

Langendamm 11.03.2021 Von Die Harke

Neuer Chef für 650 Soldaten

Oberstleutnant Marcus Sarnoch übernimmt das Kommando des Bataillons Elektronische Kampfführung 912

650 Soldatinnen und Soldaten haben einen neuen Kommandeur: am Donnerstag übertrug Brigadegeneral Dag Baehr die Führung des Bataillons Elektronische Kampfführung 912 (EloKa-Bataillon 912) von Oberstleutnant Sascha Mies an Oberstleutnant Marcus Sarnoch. Mies wird künftig im Kommando Cyber- und Informationsraum eingesetzt, der obersten Kommandobehörde des gleichnamigen militärischen Organisationsbereichs, dem das EloKa-Bataillon 912 seit 2017 angehört.

Der scheidende Amtsinhaber Mies (43) blickt nach Mitteilung der Bundeswehr mit zweieinhalb Jahren am Standort Nienburg auf eine vergleichsweise lange Zeit als Kommandeur zurück. Diese habe er genutzt, das Bataillon weiterzuentwickeln und zu stärken. Rückblickend betrachtet, habe dieses Vorhaben einer Operation am offenen Herzen geglichen. So befinde sich ständig eine hohe Anzahl an Soldaten im Ausland. Hinzu sei in den zurückliegenden Monaten die Corona-Amtshilfe gekommen. Wenn die Soldaten wieder in der Heimat sind, müssten sie aus- und weitergebildet werden. Das erfordert wiederum eine zeitgemäße Lernausstattung und -umgebung.

Oberstleutnant Mies habe Aufklärungssysteme modernisieren lassen, Personalvakanzen gefüllt, mit dem im September eröffneten Labor für Künstliche Intelligenz ein internes Ausbildungszentrum geschaffen, das Bataillon dann nur einen Monat später um eine ganze Ausbildungskompanie erweitert und außerdem für viele Informationsbesuche von Lokalvertretern, Abgeordneten sowie Generalen und Admiralen gesorgt.

Brigadegeneral Baehr (55), Kommandeur der EloKa-Truppe, hob bei seiner Rede Mies‘ „einzigartigen Tatendrang und Innovationsgeist hervor“. Oberstleutnant Mies bedankte sich bei „seinen“ Soldatinnen und Soldaten: „Ihr seid ganz vorne! Ich bin stolz auf Euch!“

Mit dem Akt der Übernahme der Truppenfahne begann für Oberstleutnant Sarnoch (41) nun die erste Verwendung als Bataillonskommandeur und am Standort Nienburg. Zuvor war er im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin. In den vergangenen zwei Wochen hatte er nach Bundeswehrangaben bereits Gelegenheit, die Soldaten und zivilen Mitarbeiter, die besondere Technik sowie die Arbeitsabläufe seines neuen Verbandes näher kennenzulernen. „Die äußerst hohe Motivation der Frauen und Männer dieses Einsatzverbandes beeindruckt bereits nach wenigen Tagen vor Ort. Die professionelle Arbeit, gepaart mit der notwendigen Ernsthaftigkeit in einer für uns alle sehr fordernden Zeit, erfüllt mich mit Stolz und Vorfreude“, sagte Sarnoch.

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Erstellt:
11. März 2021, 20:02 Uhr
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