Soldaten und Zivilisten aus 13 Nationen nahmen an der ersten Planungskonferenz für die Joint Cooperation 2020 in der Nienburger Clausewitz-Kaserne teil. Foto: Baade / MN CIMIC Cmd

Soldaten und Zivilisten aus 13 Nationen nahmen an der ersten Planungskonferenz für die Joint Cooperation 2020 in der Nienburger Clausewitz-Kaserne teil. Foto: Baade / MN CIMIC Cmd

Nienburg 28.02.2020 Von Die Harke

Neuer Schauplatz mit neuen Aufgaben

Erste Planungskonferenz zur Joint Cooperation 2020

Jetzt trafen sich in der Nienburger Clausewitz-Kaserne 54 Fachleute aus 13 Nationen zur ersten Planungskonferenz für die Joint Cooperation 2020. Die Cimic-Großübung wird vom 28. September bis 9. Oktober zum zehnten Mal rund um Nienburg stattfinden. Cimic ist die Abkürzung für Civil Military Cooperation, englisch für Zivil-Militärische Zusammenarbeit. Cimic-Spezialisten haben die Aufgabe, in einem Krisengebiet, in dem internationale Bündnistruppen eingesetzt sind, durch Erkundungen und Gespräche ein ziviles Lagebild zu erarbeiten.

Schauplatz der Joint Cooperation wird nicht länger die framländische Provinz Falun, sondern erstmals das Land Altraverdo auf der Insel Pandora sein. Beide Länder wurden speziell für militärische Übungszwecke erfunden. Pandora ist mitten im Nordatlantik zu finden. Ähnlich wie in den Jahren zuvor in Framland werden auch in Pandora innerstaatliche und militärische Konflikte angenommen, die mit Unterstützung der Vereinten Nationen gelöst werden sollen.

Im Vordergrund der diesjährigen Übung werden die Aufgaben stehen, die das erste Kontingent einer Friedenstruppe lösen muss, wenn es in einem Einsatzland erstmals ankommt: Sichere Unterbringung und Versorgung der eigenen Truppen, Erkundung des Einsatzlandes, Bilden eines belastbaren zivilen Netzwerkes.

Eine weitere Neuerung erwartet die Teilnehmer und Beobachter: In den Einsatzländern sind die Soldatinnen und Soldaten zu ihrer eigenen Sicherheit gezwungen, sich außerhalb der geschützten Lager nur mit Gefechtshelm, Schutzweste und Waffe zu bewegen. Dieser Umstand wird dieses Jahr erstmals auch in der Übung berücksichtigt. Die CIMIC-Trupps werden „voll aufgerödelt“, wie es im Bundeswehrsprachgebrauch heißt, und vermehrt mit geschützten Fahrzeugen unterwegs sein.

„Passanten müssen sich davon aber nicht abschrecken lassen. Die Soldaten führen keine scharfe Munition mit sich und sind auch weiterhin für interessierte Fragen offen“, verspricht Oberstleutnant Jens Riede. Bewaffnete Auseinandersetzungen bzw. Übergriffe werden ausschließlich auf militärischen Übungsgeländen und an besonders hierfür erkundeten Orten durch Soldaten geübt.

Der Landkreis Nienburg ist wieder komplett dabei. Im Landkreis Verden machen die Stadt Verden sowie die Gemeinden Dörverden und Kirchlinteln mit. In der Region Hannover sind es die Städte Neustadt, Wunstorf, Garbsen und Langenhagen sowie die Gemeinde Wedemark.

Weiterhin wurde der Übungsraum durch die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen im Landkreis Diepholz, durch die Samtgemeinde Sachsenhagen und der nördlichste Zipfel der Samtgemeinde Nenndorf im Landkreis Schaumburg sowie durch die Samtgemeinde Schwarmstedt und Teile der Samtgemeinden Ahlden und Rethem im Heidekreis ergänzt.

Rund 120 freiwillige Bürgerinnen und Bürger, darunter zahlreiche Kommunalpolitiker, Behördenvertreter, Unternehmer, Ärzte und Angehörige von Blaulichtorganisationen, stellen mit großem Engagement und schauspielerischem Talent die zivilen Ansprechpartner der Cimic-Trupps im Einsatzland dar.

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Erstellt:
28. Februar 2020, 11:12 Uhr
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