Das „intelligente“ Parkleitsystem ist unter anderem auch am Nienburger Bahnhof installiert. Foto: Stadt Nienburg

Das „intelligente“ Parkleitsystem ist unter anderem auch am Nienburger Bahnhof installiert. Foto: Stadt Nienburg

Nienburg 17.09.2020 Von Die Harke

Neues Leitsystem in Nienburg

Service für Innenstadt-Besucher beginnt an Haupt-Einfallstraßen und weist den Weg

An den meisten Tagen ist der Parksuchverkehr in Nienburg kein Problem. Zumindest nicht für Ortskundige.

Doch zum Wochenmarkt und erst recht bei Großveranstaltungen kann es anstrengend werden – von der Belastung für Anwohner, andere Verkehrsteilnehmer und das Klima ganz zu schweigen. Das neue Parkleitsystem der Wirtschaftsbetriebe verspricht Abhilfe.

Die entsprechenden Tafeln stehen schon und funktionieren, heißt es in einer Pressemitteilung. Derzeit laufen sie aber im Probebetrieb, sagt Thomas Hesse, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Stadt Nienburg: „Es geht noch um die Feinjustierung und um mögliche Probleme, die sich halt immer erst im laufenden Betrieb zeigen.“ Schwierigkeiten erwartet er aber nicht.

Insgesamt verwalten die Wirtschaftsbetriebe rund 1.900 Stellplätze in Nienburg. Das Leitsystem zielt dabei ausdrücklich auf Parkraum im Zentrum der Kreisstadt ab: An allen Haupt-Einfallstraßen stehen Tafeln, die die Nutzerinnen und Nutzer über die aktuell freien Stellplätze und die Fahrtrichtung informieren.

Auf der weiteren Strecke helfen „statische“ Schilder (also ohne Platzangabe), die Route zu halten. An Abzweigungen, bei denen man sich auf der Fahrt in die Innenstadt zwischen zwei Parkflächen entscheiden kann, steht wieder eine „intelligente“ Tafel. „Unser Ziel ist es“, sagt Hesse, „die Fahrt in die Innenstadt nutzerfreundlich, effizient, zeit- und ressourcenschonend zu gestalten.“

Das neue Parkleitsystem kostet nach Angaben der Wirtschaftsbetriebe rund 330.000 Euro. Den Löwenanteil von 200.000 Euro trägt dabei das Land, das die Maßnahme fördert. Eine Herausforderung bei der Realisierung des Systems war damit weniger die Finanzierung – eher schon die Installation der Infrastruktur.

Hesse: „Es ging ja nicht nur darum, jeweils den optimalen Standort für die Tafeln zu finden. Auch das Aufstellen hatte es in sich: Die Installation an Ampelmasten ist zu gefährlich – Stichwort Windlast und Verkehrssicherheit – aber versuchen Sie mal, irgendwo in der Innenstadt einen Mast im Boden zu verankern.“ Überall liegen Strom- und Telekommunikationsleitungen in der Erde, Kabel, Rohre und Schächte dicht an dicht. „Zum Teil waren wir auf das Entgegenkommen der Anwohner angewiesen.“

Aus Sicht Hesses ist das Parkleitsystem in seiner jetzigen Form nur der erste Schritt: Schon bald soll es möglich sein, sich bereits beim Start mittels Handy über die besten Parkmöglichkeiten in Nienburgs Innenstadt zu informieren.

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Erstellt:
17. September 2020, 15:29 Uhr
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