Valerie Grigat und Steffen Hagemann. CJD

Valerie Grigat und Steffen Hagemann. CJD

Nienburg 23.07.2019 Von Die Harke

Neues Projekt zur Flüchtlingsintegration

Stadt Nienburg und CJD arbeiten bei QUINN zusammen

Nienburg zählt zu den städtischen Kommunen Niedersachsens, die einen relativ hohen Zuzug von Geflüchteten verzeichnen. Das Land Niedersachsen stellt daher über den sogenannten Integrationsfonds Fördermittel zur Verfügung, um die Integration dieser Menschen zu verbessern. Mit diesen Mitteln wird bis Ende 2020 das Projekt QUINN finanziert. QUINN steht für Qualifikation und Integration Netzwerk Nienburg. Für die Umsetzung von QUINN hat die Stadt Nienburg den Jugendmigrationsdienst (JMD) des CJD Nienburg als Kooperationspartner gewonnen. Die Betreuung der jungen Erwachsenen, die an QUINN teilnehmen, erfolgt durch Valerie Grigat, pädagogische Fachkraft beim JMD. Die Projektleitung liegt bei Steffen Hagemann von der Stadt, Fachbereich Bildung, Soziales und Sport.

QUINN ist ein Projekt zur Förderung und Unterstützung individueller Integrationspfade in die Gesellschaft und in Beschäftigung. Konkret richtet sich QUINN an die Altersgruppe der 16 bis 25-jährigen mit Fluchthintergrund, die seit kurzem in Nienburg leben. Der Projektleiter Steffen Hagemann beschreibt das Konzept von QUINN wie folgt: „Wir bringen über QUINN Angebote an den Start, die der Bedarfslage der Zielgruppe gerecht werden“. Zu den grundsätzlich freiwilligen Angeboten gehören aktuell ein Sprachförderangebot und eines zur schulischen Nachhilfe. Einen PC-Kurs soll es auch bald geben.

In nächster Zeit kommen zudem noch weitere Angebote hinzu: „Wir bieten bestimmte Angebote an“ – etwa im Bereich Beratung, kulturelle Angebote und auch sportliche Aktivitäten – „aber wollen auch Angebote gemeinsam mit unseren Teilnehmenden entwickeln“. Auch bei jungen Leuten sind populäre Events wie im Bereich von E-Sports in Planung, wie Valerie Grigat berichtet.

Ein wichtiger Grundsatz bei QUINN ist, dass bei der Angebotsplanung mit Teilnehmenden, aber auch der Durchführung deutsch gesprochen wird. Christine Kreide, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Soziales und Sport bei der Stadt Nienburg unterstreicht: „Die QUINN-Angebote stehen allen jungen Erwachsenen in Nienburg offen, also auch den ‚hier‘ Geborenen. Gemeinsame Aktivitäten fördern schließlich Integration“.

Weiter entwickelt und koordiniert QUINN ein Pat*innen-Netzwerk: „An diesem können sich Menschen aus der Zivilgesellschaft und der Betriebslandschaft in Nienburg beteiligen, die sich für eine bzw. einen Geflüchtete bzw. Geflüchteten im QUINN-Projekt engagieren möchten“, so der Projektleiter. So sollen ,zusammen mit Valerie Grigat, gemeinsam Unterstützungsbedarfe ermittelt werden. Die Pat*innen können den jungen Menschen bei Bewerbungen für Praktika und Jobs helfen, bei Behördengängen unterstützen oder sich auch über gemeinsame Freizeitaktivitäten einbringen.

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Erstellt:
23. Juli 2019, 22:24 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 26sec

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