Kristof Schiwietz ist beim SSV Rodewald nach langer Abstinenz nun wieder eine feste Größe. Eine Leistenverletzung setzt ihn derzeit aber matt.

Kristof Schiwietz ist beim SSV Rodewald nach langer Abstinenz nun wieder eine feste Größe. Eine Leistenverletzung setzt ihn derzeit aber matt.

Fußball 10.11.2016 Von Die Harke, Von Stefan Schwiersch

Neues aus der Fußballszene

Schiwietz: wieder da, wieder weg

Andreas Tripus zeigte im Sommer Hartnäckigkeit im Fall von Kristof Schiwietz. „Ich habe ihn einige Male angesprochen. Beim Schützenfest und auch bei seiner Hochzeit.“ Irgendwann hatte der Trainer des SSV Rodewald dann den Offensivmann am Haken: Im Sommer tauchte Schiwietz eines Tages beim Training des Kreisklassisten auf und gehört seitdem wieder zum Kader. Mittlerweile ist er wieder fest integriert und im Grunde unverzichtbar.

Der Stürmer war bei seinem Stammverein einst ausgezogen zum „großen Nachbarn“ [DATENBANK=4997]SV BE Steimbke[/DATENBANK] und avancierte dort zum Leistungsträger im Team von Coach Volker Datan. 2009 kehrte er zurück, um sich am 16. Mai 2011 für lange Zeit von der Bühne zu verabschieden. Beim Spiel in Langendamm zog er sich eine schwere Bänderverletzung zu, aus der Verletzungspause wurde ein Abschied von Dauer. Jetzt aber verspürte der mittlerweile 32-Jährige wieder Lust. Voraussetzung für das Comeback war der familiäre Segen, denn erst vor vier Wochen wurde der Stürmer zum zweiten Mal Vater.

„Von der alten Form bin ich weit entfernt und es ist natürlich fraglich, ob ich das alte Niveau nochmal erreiche.“

Die Erfahrung aber zeigt, dass er beides gut unter einen Hut bekommt, wenn auch mit dem Zugeständnis einer wahrlich dünnen Trainingsbeteiligung. „Nach dieser langen Pause ist es natürlich schwer, wieder reinzufinden und ich weiß nicht, wie hoch der Mehrwert fürs Team im Moment ausfällt“, sagt Schiwietz. „Von der alten Form bin ich weit entfernt und es ist natürlich fraglich, ob ich das alte Niveau nochmal erreiche.“ Diese Frage stellt sich Trainer Tripus nicht.

„Ich bin sehr froh, dass ich ihn habe, mit seiner Erfahrung hilft er unseren jungen Spielern und seine Spielintelligenz hat er nicht verloren.“ In den beiden verbleibenden Spielen gegen die Kellerkinder Marklohe II und Haßbergen II wird Schiwietz aber schon wieder fehlen, weil er sich kurz vor Schluss der Partie am vergangenen Sonntag in Erichshagen (2:2) eine Leistenverletzung zuzog.

Sportstiftung fördert Lotta Cordes

Für Freizeitaktivitäten über den Fußballsport hinaus bleibt für [DATENBANK=228]Lotta Cordes[/DATENBANK] aus Marklohe nicht mehr allzu viel Platz. Drei- bis viermal in der Woche ist die Nachwuchsfußballerin im Lande unterwegs, um in der U16-Niedersachsenauswahl zu spielen oder am DFB-Stützpunkttraining der Jungen in Sulingen und dem der Mädchen in Barsinghausen teilzunehmen. Daran mitzuwirken ist für die 15-Jährige unabdingbar, denn seit September gehört sie dem [DATENBANK=229]VfL Wolfsburg[/DATENBANK] an, nimmt am Training der B-Juniorinnen teil und hat ihre ersten beiden Bundesliga-Spiele bestritten.

Ihr Ziel ist klar: vielleicht irgendwann mit den ganz Großen des Frauenfußballs mithalten zu können. Dabei fing das Jahr gar nicht so gut an, denn Lotta hatte sich in einem Spiel einen Kreuzbandriss zugezogen. Inzwischen konnte die Verletzung aber durch gezieltes Training und professionelle medizinische Begleitung behoben werden. Die zeitliche und finanzielle Inanspruchnahme der Familie ist durch die Verpflichtungen ihrer Tochter naturgemäß sehr hoch. Dabei werden die Vereine und die Nachwuchstalente auf örtlicher Ebene durch die Bundes- und Landessportfachverbände ziemlich allein gelassen. Eine finanzielle Unterstützung findet so gut wie nicht statt.

Deshalb trat nun erneut die Sportstiftung im Landkreis Nienburg auf den Plan. Vorstandsvorsitzender Hans-Georg Kanning übergab Werner Schatz als Vertreter des [DATENBANK=959]SC Marklohe[/DATENBANK] eine Zuwendung der Sportstiftung in Höhe von 400 Euro mit der Bitte um Weiterleitung an die Eltern. Mit dem Förderbetrag soll die Leistungsbereitschaft der jungen Sportlerin weiter gefördert werden und mithelfen, die erheblichen Aufwendungen für die Ausübung des Sports in erträglichen Grenzen zu halten.

Drakenburger Jugend geht voran

Die Jugend des TuS Drakenburg wirbt derzeit, als bisher erster Verein im Kreis Nienburg, für eine gute und sehr wichtige Sache. Gemeinsam mit dem DFB-Doppelpass 2020 unterstützen sie die Aktion „ Alkoholfrei Sport genießen“. „Leider kommt es immer mehr vor, dass Jugendliche unter 18 Jahre zu viel Alkohol trinken. Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 74.000 Menschen durch riskanten Alkoholkonsum oder durch den kombinierten Konsum von Alkohol und Tabak.

Der Weg in eine Suchterkrankung erfolgt oft schleichend und entwickelt sich über einen längeren Zeitraum. Grundsteine für eine Alkoholabhängigkeit können schon in der Kindheit oder frühen Jugend gelegt werden“, sagt der DFB. Am 20. November startet in der Drakenburger Halle die Hallensaison. „Bei den sechs Turnieren, die der TuS ausrichtet, werden wir im Rahmen dieser Aktion einen kleinen Infostand aufstellen und vermehrt auf diese Aktion hinweisen. Wir hoffen darauf, dass es andere Vereine inspiriert und diese ebenfalls den Weg der Besserung mit uns gehen“, schreibt TuS-Jugendgeschäftstellenleiter Meik Keuwel in einer Mail.

Lotta Cordes aus Marklohe spielt beim VfL Wolfsburg und freut sich über die Unterstützung durch die Sportstiftung des Landkreises Nienburg. Vorstandsvorsitzender Hans-Georg Kanning (rechts) und Werner Schatz (SC Marklohe) freuen sich mit.

Lotta Cordes aus Marklohe spielt beim VfL Wolfsburg und freut sich über die Unterstützung durch die Sportstiftung des Landkreises Nienburg. Vorstandsvorsitzender Hans-Georg Kanning (rechts) und Werner Schatz (SC Marklohe) freuen sich mit.

Drakenburgs Jugend macht Werbung für den guten Zweck.

Drakenburgs Jugend macht Werbung für den guten Zweck.

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Erstellt:
10. November 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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