Patrick Bauch coachte die ASC-Erste zuletzt als Interimstrainer. Nun soll er den Neustart in Angriff nehmen. Nußbaum

Patrick Bauch coachte die ASC-Erste zuletzt als Interimstrainer. Nun soll er den Neustart in Angriff nehmen. Nußbaum

Fußball 21.06.2019 Von Die Harke, Von Stefan Schwiersch

Neues aus der Fußballszene

Bauch-Entscheidung beim ASC Nienburg

Der ASC Nienburg startet nach dem Abstieg aus der Kreisliga künftig in der neuen eingleisigen 1. Fußball-Kreisklasse – mit einem neuen Gesicht. Patrick Bauch wird der neue Cheftrainer des ASC, das gab der Mußriede-Klub gestern bekannt. Der 27-Jährige durchlief fast alle Stationen des ASC und übernahm im Mai 2019 die Mannschaft zuerst als Interimscoach, gemeinsam mit den Spielern Jovan Haso und Christian Heinrich . Zum Start der neuen Saison 2019/20 wird er als feste Lösung das Traineramt bekleiden. Die Entscheidung fiel dem Vorstand ziemlich leicht. „Patrick hat alle Voraussetzungen, aus den Einzelspielern eine Mannschaft mit einem Zusammenhalt zu bilden, die konkurrenzfähig in der 1. Kreisklasse sein wird“, sagt Vorsitzender Marcin Binieda.

„Für uns alle ist der Abstieg eine neue, nicht unbedingt leichte Herausforderung, die wir mit unserem neuen Trainer meistern werden.“ Durch den spät feststehenden und unerwarteten Abstieg aus der Kreisliga verschob sich die Vorbereitung auf die kommende Saison.

Binieda: „Aktuell hoffen wir noch auf zwei Neuzugänge, die im Offensivbereich die Mannschaft verstärken. Natürlich versprüht die Kreisliga mehr sportliche Attraktivität, wir nutzen aber den Abstieg für eine Neuaufstellung und für eine Grundreinigung. Gleichzeitig freuen wir uns, vielen jungen Spielern den Einstieg in den Herrenfußball zu ermöglichen. Mit gestandenen ASCern, dem Nachwuchs und dem neuen Trainer Patrick Bauch starten wir in eine spannende Saison.“

Schiri beleidigt? Verfahren eingestellt

Bei einem Spiel der 2. Kreisklasse Nord im Nienburger Stadion an der Mindener Landstraße kam es im April 2018 zu Äußerungen einer Mannschaft gegen den Schiedsrichter, die letztlich zu einer Anklage vor dem Nienburger Amtsgericht führten.

Ein nicht eingesetzter Spieler, der am Spielfeldrand stand, war mit einer Entscheidung des Schiris nicht einverstanden und beschimpfte ihn mit den Worten: „Nazischwein! Nazisau! Hurensohn! Dreckiger Kerl!“ und „Verbrecher!“ und bedrohte ihn mit den Worten: „Ich bringe dich um!“ Vor dem Amtsgericht wurde das Verfahren jetzt wegen geringer Schuld eingestellt.

Vor Gericht wurde der 70-jährige Schiedsrichter als Zeuge vernommen. Zum Ende der zweiten Halbzeit habe ein Spieler, der seinem Gegner hinterherlief, sogenannte Affenlaute gemacht. Der Schiri habe ihn aufgefordert, dies zu unterlassen. Er räumte ein, dass es sinnvoller gewesen wäre, das Spiel zu unterbrechen und dem Spieler die Gelbe Karte zu zeigen. Daraufhin sei er vom Angeklagten in der oben beschriebenen Art und Weise beschimpft worden, woraufhin er das Spiel unterbrach und den Angeklagten aufforderte, nicht nur das Spielfeld, sondern das gesamte Stadion zu verlassen, da er sonst die Partie abbrechen würde.

Nach dem Spiel, so der Schiedsrichter, habe der Angeklagte vor dem Stadion auf ihn gewartet und gedroht: „Ich bringe dich um!“ Aufgrund der bedrohlichen Situation habe er die Personalien des Angeklagten seinerzeit nicht feststellen können. Er habe ihn aber später bei einem anderen Spiel unter den Zuschauern erkannt und die Polizei verständigt, die dann die Personalien festgestellt hätte.

Die Staatsanwaltschaft hatte das Verfahren zunächst eingestellt, es aber nach Feststellung der Personalien wieder aufleben lassen. Nach der Beweisaufnahme schlug die Staatsanwaltschaft vor, das Verfahren wegen geringer Schuld einzustellen. Mit dieser Verfahrensweise erklärten sich die Staatsanwaltschaft, der Angeklagte und das Gericht einverstanden.

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Erstellt:
21. Juni 2019, 21:39 Uhr
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