Menschen, Tiere, Sensationen: „Estorf – der Film“ liefert emotionale, offene, freizügige, fragwürdige, humorvolle und auch nachdenkliche Einblicke in die erfolgreichste Zeit der Estorfer Vereinsgeschichte. Gedreht wurde unter anderem beim Vorbereitungstraining ... RW Estorf-Leeseringen

Menschen, Tiere, Sensationen: „Estorf – der Film“ liefert emotionale, offene, freizügige, fragwürdige, humorvolle und auch nachdenkliche Einblicke in die erfolgreichste Zeit der Estorfer Vereinsgeschichte. Gedreht wurde unter anderem beim Vorbereitungstraining ... RW Estorf-Leeseringen

Landkreis 23.04.2019 Von Die Harke, Von Stefan Schwiersch

Neues aus der Fußballszene

Premiere von „Estorf – der Film“

120 Besucher, somit ausverkauftes Haus, im Eingangsbereich sogar ein roter Teppich: Viel Liebe zum Detail steckte in der „Welturaufführung“ von „Estorf – der Film“ am Ostersonntag im Leeseringer Dorfgemeinschaftshaus. Aus mehreren hundert Stunden Filmmaterial bastelten Trainer Lukas Swiatkowski und sein einstiger Co Tim Müller ein dokumentarisches Werk, das der erfolgreichsten Zeit der Vereinsgeschichte von RW Estorf-Leeseringen ein filmisches Denkmal setzt.

Der Kern des Streifens: Erfolg, Fleiß und Schalala zwischen dem Kreisliga-Aufstieg 2016 und dem Durchmarsch in die Bezirksliga 2017 inklusive des legendären 2:1-Erfolgs in der Nachspielzeit des Relegationsspiels in Drakenburg vor 1400 Zuschauern – und das direkt nach der Rückkehr von der Mallorca-Mannschaftsfahrt, das alles komprimiert auf 90 Minuten, gewürzt mit ausufernden Emotionen, garniert mit Interviews verschiedener Insider, veredelt mit intimen Einblicken in Mannschaftsbesprechungen und Partylocations.

Eine erste Warnung enthielt bereits der Vorspann: Man müsse mit Kraft- und Fäkalausdrücken rechnen, wie das halt so ist mit jungen Männern im Mega-Park am Ballermann. Den gesitteten Kontrastpunkt lieferten Gespräche mit außenstehenden Experten: unter anderem mit der Vorsitzenden Claudia Niemann-Pielhop, mit Edelfan Heiner Pielhop, mit Bürgermeister und Stadionsprecher Arnd Focke und auch mit dem ehemaligen Vorsitzenden und RWE-Gründungsmitglied Rudi Niemann, dem es ganz offensichtlich über die Jahre nicht gelang, den Mantel des Zweiflers abzulegen.

Ein paar Zitate:

  • „Mit einer positiven Entwicklung habe ich überhaupt nicht gerechnet“ (nach dem Kreisliga-Aufstieg).
  • „Für mich war klar, dass das unmöglich ist“ (angesichts der Möglichkeit des Durchmarschs).
  • „Mir war klar: Das Spiel verlieren wir eh. Ich habe das bis heute nicht begriffen“ (vor dem Relegationsspiel in Drakenburg – direkt nach der Mallorca-Fahrt des Teams).

Seine Tochter Claudia Niemann-Pielhop wiederum betrachtete den Estorfer Erfolgsweg aus einem ganz anderen Blickwinkel: „Früher sind uns schon mal die Spieler weggelaufen. Deshalb ist für mich umso wichtiger, dass hier im Verein eine Harmonie herrscht.“ Das ist längst gelungen, auch das Umfeld wird mit einbezogen. Schließlich ist Estorf kreisweit der einzige Verein, der zu seinen Auswärtsspielen stets Busse einsetzt. Heiner Pielhop: „Ein Sonntag ohne Fußball ist ein verlorener Sonntag.“

Kernszene des Films ist schließlich das Tor. Das Tor, das die Tür zur Bezirksliga aufstieß. Das Kopfballtor von Till-Yannick Pielhop zum 2:1 in Drakenburg, begleitet von spontanem Beifall im Publikum. „Einer der schönsten Tage, die ich je erlebt habe“, erinnert sich Arnd Focke.

Bei aller Emotionalität liefert „Estorf – der Film“ schlussendlich auch eine wissenschaftliche Erkenntis. Trainer Lukas Swiatkowski im Pool auf „Malle“ im Interview mit Till-Yannick Pielhop: „Der Erfolg kommt aus der Leber.“

„Estorf – der Film“ orientiert sich an verschiedenen Vorlagen. Ein wenig „All or nothing“, die Doku über Manchester City auf Amazon Prime, ein wenig „Ballermann 6“, reichlich „Hangover“ und auch ein wenig „Eis am Stil“ – gemessen daran, wie oft Teamspaßvogel Marc Jamieson seinen nackten Hintern in die Kamera hält.

Grundsätzlich gilt: Der Film lebt von seiner Authentizität und überrascht in Sachen Schnitt, Musik und Story auch mit einem unerwarteten Maß an Professionalität. Sehenswert nicht nur für RWE-Fans. Zwei weitere Vorstellungen gibt‘s noch: am kommenden Freitag um 21 und am kommenden Sonnabend um 20.30 Uhr, jeweils im Leeseringer DGH.

„Matze“ Neumann reitet auf dem Esel

Traditionen machen auch vor dem TuS Drakenburg nicht halt. So feierte Matthias „Matze“ Neumann seinen 40. Geburtstag als Junggeselle standesgemäß auf dem Rücken eines Esels.

Seit Sommer 2013 verstärkt Neumann die dritte Mannschaft des TuS und ist ebenso bei den Altherren ein Dauergast. Wenn Not am Mann ist, kann auch die Zweite des TuS Drakenburg auf ihn zählen. „Einen verlässlicheren Mitspieler findet man wohl kaum ein zweites Mal“, sagt Teamgefährte Helge Hannebauer – daher feierten viele Kameraden und Freunde aus allen drei Mannschaften mit dem Jubilar bis in die Morgenstunden. Das Älterwerden hat für Neumann noch einen positiven Effekt: Nun kann er auch in der Drakenburger Altliga mitspielen.

Steinbrinks „Orakel“ wird 40

Auch Steinbrinks Altherrenspieler Volker Meyer feiert seinen 40. Geburtstag – und zwar am heutigen Mittwoch in Barcelona, der fußballerischen Heimat des katalanischen Starensembles um Superstar Lionel Messi. „Gerade im Amateursport sind es nicht immer nur die außergewöhnlichen Athleten, die das Vereinsleben prägen“, sagt SSV-Pressewart Michael Lampe, „sondern vor allem über Jahrzehnte engagierte Vereinskameraden. Menschen die sich mit viel Leidenschaft für ihren Verein einsetzen und viele Erfolge sowie auch Niederlagen mit ihren Freunden erleben.“

Ein solch außergewöhnlicher Sportskamerad ist ganz offensichtlich Volker Meyer. Seit der Jugend spielt der leidenschaftliche Anhänger von Werder Bremen für den SSV Fußball und hat sich auch von gesundheitlichen und verletzungsbedingten Rückschlägen nie entmutigen lassen. Früher für seine unerbittliche Zweikampfhärte und als umtriebiger Lebemann im ganzen Kreis bekannt, ist er heute das „Mastermind“ der Steinbrinker Altherren. Sein Organisationstalent und seine Unnachgiebigkeit zeichnen ihn als geschätzten Spielerbetreuer aus. Eine Rolle, die er mit großer Freude ausfüllt und in der er einen großen Beitrag dazu geleistet hat, das Team immer wieder zu erneuern und eigenständig sowie erfolgreich im Spielbetrieb zu halten.

Im Laufe seiner Karriere hat Meyer in allen Herrenmannschaften gespielt, Jugendmanschaften betreut und unzählige Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Dabei hat Meyer immer wieder für tolle Anekdoten gesorgt wie seine richtige Vorhersage des Endergebnisses im Kreispokal zwischen der Ersten des SSV Steinbrink und des SV Nendorf. Nach dem 15:14 nach Elfmeterschießen im August 2015 durfte er sich fortan „Orakel Meyer“ nennen.

Lampe: „Die Altherren und der ganze Verein möchten Volker auf diesem Wege ganz herzlich gratulieren und wünschen ihm tolle Tage in Barcelona! Möge er noch mindestens so lange die Fußballschuhe schnüren wie sein großes Vorbild, welches nicht Lionel Messi ist, sondern der Ex-ASCer Volker Eisermann.“ Der kickte bekanntlich noch mit weit über 50.

Ehrung für Willi Feige

Willi Feige ist seit Urzeiten Mitglied im VfL Münchehagen. Präziser: seit 65 Jahren. Für diese langjährige Vereinstreue schaute jetzt der Vorstand des VfL mit Rolf Brandes und Manfred Allenstein vorbei und überbrachte Glückwünsche.

Der 83-Jährige ist kreisweit bekannt: Im Südkreis-Klub war er jahrelang als Schiedsrichter und Jugendleiter aktiv, im Kreis zudem viele Jahre im Spielausschuss tätig. Noch heute fehlt der Jubilar bei fast keinem Spiel seines VfL, auch nicht bei den Auswärtsspielen – natürlich immer in Begleitung seiner Frau Ella.

Oster-Camp mit reichlich Fußball

25 Kinder vom SV Hämelhausen und vom TSV Hassel (F- bis C-Jugend) nahmen fünf Tage lang am Oster-Camp mit viel Eifer und einem tollen Zusammenhalt teil. Die freuten sich über sonnenreiche Tage auf dem Platz im Deichstation in Hassel. Auch das DFB-Minifeld war immer wieder Anlaufpunkt. Das DFB-Mobil war ebenfalls zu Gast, in zwei Einheiten gab es neue Eindrücke und Spaß für alle Teilnehmer.

Drei Herren-Trainer sowie Spieler der B-Jugend waren für die Gestaltung der Tage vor Ort. Ein Minipokal war für die Teilnehmer der Lohn für eine tolle Woche mit reichlich Fußball.

... im Pool auf Mallorca (mit Till-Yannick Pielhop, links, und Lukas Swiatkowski)... RW Estorf-Leeseringen

... im Pool auf Mallorca (mit Till-Yannick Pielhop, links, und Lukas Swiatkowski)... RW Estorf-Leeseringen

und auch daheim bei Gründungsmitglied Rudi Niemann. RW Estorf-Leeseringen

und auch daheim bei Gründungsmitglied Rudi Niemann. RW Estorf-Leeseringen

Natürlich wurde auch einiges gebührend gefeiert. RW Estorf-Leeseringen

Natürlich wurde auch einiges gebührend gefeiert. RW Estorf-Leeseringen

Ausritt: Drakenburgs Routinier Matthias Neumann durfte/musste auf dem Esel reiten. Hannebauer

Ausritt: Drakenburgs Routinier Matthias Neumann durfte/musste auf dem Esel reiten. Hannebauer

Jubiläum: Die Münchehäger Vorstandsmitglieder Rolf Brandes (hinten links) und Manfred Allenstein ehrten Willi Feige für 65 Jahre Vereinstreue. Lindemann

Jubiläum: Die Münchehäger Vorstandsmitglieder Rolf Brandes (hinten links) und Manfred Allenstein ehrten Willi Feige für 65 Jahre Vereinstreue. Lindemann

Volker Meyer, hier mit „Kugelblitz“ Ailton beim Gastspiel der Bremer Traditionself in Steinbrink 2013, wird heute 40. Lampe

Volker Meyer, hier mit „Kugelblitz“ Ailton beim Gastspiel der Bremer Traditionself in Steinbrink 2013, wird heute 40. Lampe

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Erstellt:
23. April 2019, 21:32 Uhr
Lesedauer:
ca. 4min 32sec

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