Hand in Hand zum Aufstieg? Inter Komata-Trainer Metin Boran (links) und sein Co Alex Buss blicken optimistisch in die Zukunft. Keßler

Hand in Hand zum Aufstieg? Inter Komata-Trainer Metin Boran (links) und sein Co Alex Buss blicken optimistisch in die Zukunft. Keßler

Fußball 18.02.2019 Von Die Harke, Von Helge Nußbaum, Von Philipp Keßler

Neues aus der Fußballszene

Inter Komata weiter auf Meisterkurs

Seit zwölf Spieltagen führt der SV Inter Komata Nienburg die Tabelle der Fußball-Kreisliga an. Die Nienburger haben vier Punkte Vorsprung auf die zweitplatzierte SG Hoya, allerdings steht noch das Nachholspiel gegen den TuS Leese aus. Wird das Team von Trainer Metin Boran auch in den restlichen Partien den Vorsprung wahren und wie schon 2007 in den Bezirk aufsteigen können? Die Antwort bleibt zunächst ein schwammiges: „Joa...“ Die erste Pflichtspielaufgabe meisterte der Tabellenführer am Sonntag glanzlos – erst zwei Standardsituationen brachten Inter Komata in Husum auf die Siegerstraße. Zudem krönte Merdal Boran seine herausragende Leistung mit einem eleganten Solo zum finalen dritten Treffer. Zuvor hatte der 23-Jährige drei Husumer wie Hütchen lässig umkurvt und schlenzte das Leder anschließend in die Maschen.

Aber: Bei aller Freude nach der Partie muss sich der Klub aus der Kreisstadt in den kommenden Wochen deutlich steigern.

Dass das Team eine eher maue Vorbereitung hinter sich hat, brauchte Trainer Metin Boran im HARKE-Gespräch nicht großartig zu erklären. „Die Trainingsbeteilung war nicht gut – das hat man Sonntag deutlich gemerkt. Wir müssen wieder an unserer Fitness arbeiten. In Husum hat sich unsere Qualität ausgezahlt.“ Personell hat sich bei den Nienburgern im Winter wenig getan. Akram Jabri hat den Verein ohne neues Ziel verlassen, vom TuS Leese stieß Stürmer Farhad Houra zur Boran-Elf hinzu. Schon Ende des vergangenen Jahren wurde Alex Buss neuer Co von Trainer Boran.

Gemeinsam wollen sie den Spitzenplatz nicht mehr abgeben: „Wir dürfen nicht auf Hoya oder Uchte schauen, wir müssen unsere Spiele gewinnen – vor allem am kommenden Sonntag gegen Leese, dann hätten wir ein angenehmes Polster.“ Wie schon in Husum fehlen am Wochenende erneut die beiden Brüder Sufjan

und Saad Haso; Saad genießt aktuell die Sonne in Thailand, Sufjan das Großstadtleben in Singapur. Noch wichtiger als bei anderen Mannschaften ist bei Inter Komata die Stimmung im Team.

Die sei momentan aber ruhig und gelassen, verrät Boran: „Bei manch einem meiner Jungs erhitzt sich das Gemüt schon mal schnell, wenn es brenzlig wird. Daher ist es wichtig, dass wir weiter erfolgreich spielen und die Saison souverän beenden.“

Zwei Neue für RW Estorf

Dass sich Routinier Oskar Oschek dem Bezirksligisten RW Estorf-Leeseringen anschließt, steht schon seit der Sommerpause fest. Da sich die Verantwortlichen vom Kreisligisten TSV Loccum und vom RWE jedoch nicht auf eine Transferentschädigung einigen konnten, verzögerte sich sein Debüt um ein halbes Jahr. Der 36-Jährige erschien wie vereinbart vor gut drei Wochen pünktlich zum Vorbereitungsstart, verpasste bisher erst eine Einheit, wird die kommenden zweieinhalb Wochen bis zum ersten Punktspiel daheim gegen die SG Diepholz (10. März, 15 Uhr) jedoch noch brauchen, um seine Bestform zu finden.

„Ich komme langsam in Schwung und merke, dass die Fitness zurückkommt. Jetzt brauche ich noch eine bisschen Spielpraxis“, sagt der Routinier, der in Estorf mit Christoph Knake, Alexander Meyer und Trainer Lukas Swiatkowski auf einige alte Weggefährten aus Münchehäger Zeiten trifft. Swiatkowski: „Oskar kann mit seiner Erfahrung ein wichtiger Faktor im Abstiegskampf werden. Er weiß, wo das Tor steht und wird unser Offensivspiel mit Sicherheit beleben. In unseren Testspielen hat er schon gute Ansätze gezeigt.“

Mit Philipp Rose begrüßte der Coach ein weiteres neues Gesicht in den rot-weißen Reihen. Der zentrale Mittelfeldmann wohnt in Minden und spielte zuletzt in der Kreisliga A beim TuS Döhren. Den Kontakt stellte der neue RWE-Trainer Thorsten Habermehl her, der ab Sommer mit Mirko Theiss das Ruder in Estorf übernimmt.

Swiatkowski: „Oskar und Philipp haben fast jede Trainingseinheit absolviert und kommen im Team gut an.Martin Finze und ich sind froh, zwei weitere Alternativen zu haben.“ Gerade im Hinblick auf die langwierige Verletzung von Steffen Masbruch (Knöchel), dem vielleicht noch ein Operation bevorsteht, kommen beide genau richtig.

„Wir wissen, dass es noch eine harte Rückrunde wird. Das kennen wir aus der vergangenen Saison, aber diesmal haben wir uns eine bessere Ausgangspostion verschafft.“ An den vergangenen Wochenenden testeten die Estorfer bereits zweimal.

Gegen den SV Hülsen (Bezirksliga Verden), trainiert vom Nienburger Marc Jamieson, gewannen die Rot-Weißen mit 1:0 durch ein Tor von Vedat Akbas, gegen Union Minden (Kreisliga A) vom langjährigen Uchter Coach Jens Meier setzte es am Sonntag eine 2:3-Niederlage. Florian Schüttpelz besorgte beide Estorfer Tore. Swiatkowski: „Wir haben noch ein bisschen Arbeit vor uns, aber die Jungs ziehen alle gut mit. Wir wollen zusammen die dritte Saison in der Bezirksliga erreichen, das ist unser Ziel und dafür hauen wir jetzt noch vier Monate alles rein.“

Wechselglück ist Czyborra hold

In der zweiten Halbzeit der Kreisliga-Partie gegen den SC Marklohe drehte sich ASC-Trainer Stefan Czyborra in Richtung Tribüne und entdeckte dort seinen Spieler

Muhammad Jünemann. Obwohl er eine gut bestückte Auswechselbank vorweisen konnte, schickte Czyborra den A-Jugendlichen kurzerhand zum Umziehen. Jünemann war ursprünglich abgemeldet, hatte dann jedoch Zeit und stiefelte mit Freunden in die Mußriede.

Die Rolle des Zuschauers tauschte er schließlich mit der des spielentscheidenden Akteurs. Jünemann vollstreckte die glänzende Vorarbeit Jovan Hasos zum 2:1 kurz vor Ende der Partie. Praktisch mit dem Schlusspfiff erzielte der Ex-Markloher Darian Frielingsdorf den 3:1-Endstand – ebenfalls ein A-Junior, ebenfalls eingewechselt. Der ASC unterstrich damit erneut seine Ambitionen auf eine Aufholjagd im Abstiegskampf.

U16-Junioren des NFV testen gegen Bielefeld

Formüberprüfung bei den U16-Junioren des NFV, auf die in den kommenden Monaten mit dem norddeutschen Turnier in Hamburg (22. bis 24. März) und dem DFB-Turnier in Duisburg-Wedau (9. bis 5. Mai) die Saisonhöhepunkte warten. Die Auswahl von NFV-Jahrgangstrainer Alexander Reifschneider bestreitet am Mittwoch, 13. März, ein Testspiel gegen ein U16-/U17-Juniorenteam von Arminia Bielefeld.

Der Anstoß der Partie auf Platz zwei im Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion erfolgt um 19 Uhr. Im NFV-Aufgebot mit 19 Spielern des Jahrgangs 2003 steht auch der Linsburger Lasse Dettmer (Hannover 96).

Kreisliga-Spiele neu angesetzt

Die ausgefallenen Spiele der Kreisliga wurden für den 24. Februar neu angesetzt. Um 14 Uhr beginnen folgende Partien: SV Inter Komata Nienburg – TuS Leese, TSV Eystrup – VfL Münchehagen und TSV Loccum – SV BE Steimbke II.

Philipp Rose wechselte im Winter nach Estorf. Nußbaum

Philipp Rose wechselte im Winter nach Estorf. Nußbaum

Oskar Oschek kam im Sommer aus Loccum und ist nun spielberechtigt.  Nußbaum

Oskar Oschek kam im Sommer aus Loccum und ist nun spielberechtigt. Nußbaum

Muhammed Jünemann dreht ab zum Jubel – er traf in der Nachspielzeit für seinen ASC Nienburg. Marklohes Pascal Cousset (links) kann‘s nicht fassen. MUG

Muhammed Jünemann dreht ab zum Jubel – er traf in der Nachspielzeit für seinen ASC Nienburg. Marklohes Pascal Cousset (links) kann‘s nicht fassen. MUG

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18. Februar 2019, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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