Nach der erfolgreichen Rettung von elf Bergleuten sind neun weitere Arbeiter tot aus einer Goldmine in China geborgen worden. Foto: Wang Kai/XinHua/dpa

Nach der erfolgreichen Rettung von elf Bergleuten sind neun weitere Arbeiter tot aus einer Goldmine in China geborgen worden. Foto: Wang Kai/XinHua/dpa

Peking 25.01.2021 Von Deutsche Presse-Agentur

Neun Arbeiter tot aus chinesischer Goldmine geborgen

Nach der erfolgreichen Rettung von elf Bergleuten sind neun weitere Arbeiter tot aus einer Goldmine in China geborgen worden.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete, wurde in der Mine Qixia nahe Yantai in der Provinz Shandong damit noch ein Arbeiter vermisst. Bei der Explosion am 10. Januar waren insgesamt 22 Bergleute verschüttet worden. Ein toter Arbeiter war schon kurz nach dem Unglück gefunden worden. Zwei Wochen später hatten Rettungskräfte dann am Sonntag die elf lebenden Bergarbeiter aus einer Tiefe von 600 Metern ans Tageslicht holen können. Die Ursache für das Minenunglück blieb weiterhin unklar.

Rettungskräfte hatten eine Woche nach der Explosion erste Lebenszeichen vernommen. Sie bohrten daraufhin Löcher und hörten Schläge gegen das Bohrgestänge. Am Sonntagvormittag dann holten die Retter einen ersten Minenarbeiter aus der Tiefe ans Tageslicht. Bis zum Nachmittag folgten zehn weitere Kumpel, aufgeteilt in vier Gruppen. Einer von ihnen hatte Verletzungen erlitten. Die übrigen neun seien aber in guter körperlicher und geistiger Verfassung, hieß es.

Chinas Gruben gelten als die gefährlichsten der Welt. Jedes Jahr kommen Tausende Kumpel ums Leben. Schlechte Sicherheitsvorkehrungen und mangelnde Aufsicht aufgrund von Vetternwirtschaft sind häufig die Ursachen. Viele Unglücke werden auch vertuscht. Das für die Goldmine in Qixia verantwortliche Bergwerksunternehmen hatte den Behörden das Unglück laut Xinhua erst zwei Tage danach gemeldet. Zwei hohe Funktionäre, der Parteichef und der Bürgermeister von Qixia, seien von ihren Posten entbunden worden.

© dpa-infocom, dpa:210125-99-159898/2

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Erstellt:
25. Januar 2021, 12:26 Uhr
Lesedauer:
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