Nutzten das Treffen des CDU-Aktivteams „Agrar und Umwelt“ auch für eine Besichtigung der Biogasanlage von Ralf Kronenberg (Mitte) in Liebenau- Team-Sprecher Matthias-Hogrefe (rechts.) und Landtagsabgerodneter Dr. Frank Schmädeke (links).Büro Schmädeke

Nutzten das Treffen des CDU-Aktivteams „Agrar und Umwelt“ auch für eine Besichtigung der Biogasanlage von Ralf Kronenberg (Mitte) in Liebenau- Team-Sprecher Matthias-Hogrefe (rechts.) und Landtagsabgerodneter Dr. Frank Schmädeke (links).Büro Schmädeke

Liebenau 02.11.2019

Nicht alle Faktoren berücksichtig

CDU-Aktivteam „Agrar und Umwelt“ diskutiert über die ausgewiesenen roten Gebiete

Die Ausweisung der sogenannten „roten Gebiete“ wurden bei der vergangenen Sitzung des CDU-Aktivteams „Agrar und Umwelt“ in Liebenau ausführlich diskutiert, denn betroffen sind auch große Teile der landwirtschaftlichen Nutzfläche im Landkreis Nienburg. Zur Einstufung wurden vorhandene Grundwassermessstellen herangezogen, ob diese tatsächlich geohydrologische Teilwasserkörper wiedergeben, sei offensichtlich nicht geprüft worden.

„Wie kann sein, dass eine Grundwassermessstelle in Dörverden dafür verantwortlich ist, dass der Großraum Landesbergen und Leese zum „Roten Gebiet“ erklärt wird, obwohl die Grundwassermessstellen vor Ort nicht auffällig sind?“ formuliert Aktivteam Sprecher Matthias Hogrefe die Bedenken der versammelten Landwirte. „Ist überhaupt eine amtliche Ursachenforschung betrieben worden und können auf Grund dieser Untersuchungen andere Verursacher ausgeschlossen werden?“

Die Landwirte bemängelten das Vorgehen. Bei der Ausweisung hätte man diese und andere noch einige offenen Fragen klären sollen, ehe man die Landwirtschaft derart unverhältnismäßig an den Pranger stellt. Es gäbe sicher in einigen Gebieten im Land Niedersachsen einen Überschuss an Nährstoffen, der auch durch Aufzeichnungen dokumentiert würde. Diese Nährstoffe müssen in Gebiete verbracht werden, wo Nährstoffe benötigt werden. Hier sei die Landwirtschaft gefordert, zeitnah Lösungen zu erarbeiten. Anlagen zum Separieren und Trocknen seien bereits in der Erprobung, um Nährstoffe zu günstigen Frachtkosten zu transportieren und auf landwirtschaftliche Nutzflächen zu verteilen, damit Pflanzen bedarfsgerecht gedüngt werden.

Gleichzeitig fordert das Aktivteam der CDU jedoch, die Kommunen und der Landkreis sollten belegen, dass Kläranlagen, Abwassernetze und Altlasten keinen Einfluss auf das Grundwasser haben. Wenn es stimme, dass Mischwasser ungeklärt in Bäche und Flüsse eingeleitet werde, dann so Hogrefe, habe das ebenfalls Einfluss auf das Grundwasser.

„Wir alle haben ein großes Interesse daran, unser Grundwasser zu schützen“, betont Hogrefe. Darum müsse man alle Faktoren, die das Grundwasser beeinflussen, gemeinsam betrachten und die Herausforderungen gemeinsam und vor allem sachlich lösen.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Frank Schmädeke versicherte den Landwirten, man sei auch in Hannover nicht glücklich mit der Brüsseler Entscheidung und arbeite daran, die Herausforderungen, die sich aus der Ausweisungen ergeben, fachlich fundiert und vor allem sachlich zu bearbeiten. Den Landwirten gälte dabei besondere Aufmerksamkeit.

„Wir müssen vor allem unsere landwirtschaftlichen Betriebe dabei unterstützen, denn die Beschränkungen, die sich aus den „roten Gebieten“ ergeben, sind erheblich. Ich bin mir aber sicher, dass wir einen gemeinsamen Weg finden werden. Mit Diskussionsrunden wie dieser bleiben wir miteinander im Gespräch“.

Wer Interesse an den Treffen des CDU-Aktivteams hat, darf sich gerne bei Teamsprecher Matthias Hogrefe melden. E-Mail an Hogrefe-Heemsen@t-online.de.

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Erstellt:
2. November 2019, 15:46 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 17sec

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