Mehr als 600 Moorenten wurden am Steinhuder Meer bereits in die Freiheit entlassen. NABU/Gesche Kieb Melles

Mehr als 600 Moorenten wurden am Steinhuder Meer bereits in die Freiheit entlassen. NABU/Gesche Kieb Melles

Steinhuder Meer 21.08.2017 Von Die Harke

Nicht alle beteiligen sich am Brutgeschäft

Population stabilisieren: Auswilderungen der Moorente am Steinhuder Meer gehen weiter

Nachdem bereits im April dieses Jahres 44 Moorenten ausgewildert wurden, erfolgte nun die Freilassung weiterer 41 Tiere im Umfeld des Sees. „Die ausgewilderten Tiere sollen der Stützung beziehungsweise dem Aufbau einer mittelfristig stabilen Population der Moorente am Steinhuder Meer und darüber hinaus dienen“, erklärt [DATENBANK=2599]Florian Melles[/DATENBANK], Mitarbeiter des [DATENBANK=4921]NABU Niedersachsen[/DATENBANK] und Leiter des Wiederansiedlungsprojektes. Die gerade freigelassenen Tiere mitgerechnet, wurden seit 2012 bislang mehr als 600 Moorenten an verschiedenen Stellen rund um den See aus Transportkisten entlassen werden. Die Zahl der Auswilderungen ist notwendig, da längst nicht alle Moorenten zum Aufbau einer Population am Steinhuder Meer beitragen.

„Nach der Auswilderung verhalten sich die Moorenten recht unterschiedlich“, erklärt Florian Melles. „Während ein großer Teil der Vögel erst einmal am Steinhuder Meer bleibt, wandern einige Tiere zeitnah ab und kommen teilweise auch nicht mehr wieder“. Diese „Abwanderer“ verringern also die Zahl der tatsächlich am See anwesenden Enten. Auch kommt es vor, dass einige Tiere Beutegreifern, wie etwa dem Fuchs zum Opfer fallen. Da sich außerdem nicht alle Moorenten am Brutgeschäft beteiligen, was normal ist und auch bei anderen Entenarten beobachtet wird, ist die Zahl der brütenden und damit für den Aufbau einer Population beteiligten Tiere deutlich geringer, als die der tatsächlich ausgewilderten.

Bei den freigelassenen Moorenten handelt es sich, wie in den Vorjahren, um Nachzuchten aus zahlreichen deutschen Zoos, die sich am NABU-Projekt beteiligen. Bis mindestens 2020 sollen weitere Auswilderungen erfolgen. Alle Tiere wurden in der Wildtierstation Sachsenhagen mit individuellen Fußringen markiert und auf ihre Fitness überprüft.

erzeit ist geplant, dass vom Land Niedersachsen geförderte Wiederansiedlungsprojekt noch bis zum Jahr 2020 fortzuführen. So soll sichergestellt werden, dass eine ausreichende Zahl an Moorenten freigelassen wurde und sich die Tiere zukünftig selber vermehren. Der NABU Niedersachsen hofft, dass sich die attraktive Entenart am Steinhuder Meer etabliert und von dort aus auch in Niedersachsen auf Dauer wieder heimisch wird.

Der NABU Niedersachsen freut sich, unter über die Rufnummer (0 50 37) 96 72 weiterhin über gesichtete Moorenten am Steinhuder Meer und in dessen Umgebung informiert zu werden.

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Erstellt:
21. August 2017, 21:00 Uhr
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