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Landkreis 17.02.2020 Von Philipp Keßler

Nicht einmal ein Wintermärchen

Es ist wieder Jahrmarkt in der Kreisliga: Das Trainerkarussell gibt aktuell Vollgas. Markus Thielker wechselt kommenden Sommer von der SG Schamerloh zum RSV Rehburg, ihn beerbt Klaus Hockemeyer, der nach fünf Jahren die Seitenlinie des TuS Leese verlässt – wer in Leese übernimmt, bleibt noch offen. Es ist das fast schon normale Bäumchen-wechsel-dich-Spiel der Fußballszene.

Einen etwas unüblichen und schnellen Abgang mit bitterem Beigeschmack legte der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann hin. Kaum war er beim Bundesligisten Hertha BSC Berlin angekommen, schon ist er wieder weg. Erst im November übernahm er den „Big-City-Club“ und wollte mit ihm hoch hinaus, doch nun ist Kapitel schon wieder beendet – und das sogar komplett. Nur 76 Tage war er bei der „Alten Dame“ tätig. Dass er weiterhin im Aufsichtsrat bleiben wolle, war offenbar nur sein Wunsch, denn vor allem Investor Lars Windhorst schob dieser Idee schnell einen Riegel vor. Der Trainer, der für das Sommermärchen 2006 mitverantwortlich war, erzählte in Berlin nicht einmal ein Wintermärchen.

Vor allem das Netz reagierte ausgelassen auf das Klinsmann-Desaster. Ein kleines Potpourri von Facebook-Kommentaren:

  • Stefan H.: „Da hat sich das Suchen seiner Trainerlizenz ja gar nicht gelohnt.“
  • Sandra S.: „Ich als Schwabe müsste eigentlich mitfühlend sein, aber vermutlich war ihm in Berlin einfach nur zu kalt – ich würde auch lieber in Kalifornien leben.“
  • Steffen M.: „Logischer nächster Schritt: Klinsmann wird Kanzlerkandidat der CDU.“
  • Markus J.: „Klinsmann hätte öfter Kraftklub hören sollen: Ich will nicht nach Berlin.“
  • Lisa K.: „Nach dem FC Bayern hat also auch Hertha BSC vergeblich in Buddha-Figuren investiert. Wie schade!“

Der Knaller des Klinsmann-Kapitels in Berlin war ohnehin die Art und Weise des Abgangs: Er hatte seinen Rücktritt ohne Rücksprache mit der Klub-Führung bei Facebook bekanntgegeben und später auch noch in einer Live-Übertragung seine Sicht der Dinge dargestellt – ein am Ende missglückter Versuch, das eigene Image zu retten. Zurecht erntete er auch von anderen Funktionären viel Kritik, beispielsweise sagte Kölns Manager Horst Heldt treffend: „Das war nicht in Ordnung und einfach extrem unverschämt.“

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Erstellt:
17. Februar 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 04sec

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