Fast 120 Frauen fanden den Weg nach Rehburg in den „Raths-Keller“.  Landfrauen Stolzenau

Fast 120 Frauen fanden den Weg nach Rehburg in den „Raths-Keller“. Landfrauen Stolzenau

Südkreis 30.01.2017 Von Die Harke, Von Heidi Reckleben-Meyer

Nicht länger im Hamsterrad

„Rennst du noch oder lebst du schon?“ – Frühstück der Stolzenauer Landfrauen gut besucht

Mit einem Frauenfrühstück starteten die [DATENBANK=2896]Stolzenauer Landfrauen[/DATENBANK] ins neue Jahr. Fast 120 Frauen fanden den Weg in den Raths-Keller in Rehburg und hörten nach dem Frühstück einen Vortrag von Birgit Sych aus Berlin, sie nahm das Zeitmanagement unter die Lupe: „Rennst du noch oder lebst du schon?“ Birgit Sych, Mutter von sieben Kindern und Lehrerin, definierte den Begriff Zeit und erläuterte den Wandel beim Messen der Zeit über die Jahrhunderte. So wurde zum Beispiel in der Weihnachtsgeschichte die Zeit in viel größeren Abschnitten gemessen als heute, wo es um jede hundertstel Sekunde zum Beispiel beim Sport geht. Auch bei den Uhren kann diese Entwicklung abgelesen werden, die Schattenuhr und die Sonnenuhr funktionierten nur am Tage bei Sonnenschein, heute konzentriert sich die digitale Uhr nur noch auf den Augenblick.

„Wenn du es eilig hast, gehe langsam“, riet die Referentin den Landfrauen, „lassen sie sich nicht unter Druck setzen, weder von außen noch von ihnen selbst!“ Auch zeigte sie die vielen Zeitfresser auf: Wer mit dem Computer arbeitet, weiß, dass damit nicht nur Zeit gespart wird oder wenn ein Anruf kommt und unverhofft wieder einmal auf veränderte Sachlagen reagiert werden muss – und zwar sofort. Auch die „Aufschieberitis“, die „Unterbrecheritis“ und die „Abbrecheritis“ erlauben keinen planvollen Arbeitsablauf, aber manchmal lasse sich „frau“ zu gern davon ablenken.

„Gelingt es uns, die enttarnten Zeitdiebe dingfest zu machen, müssen wir nicht länger wie Hamster in Laufrädern rotieren, sondern können erleben, wie das Muss zur Muße wird!“

„Gelingt es uns, die enttarnten Zeitdiebe dingfest zu machen, müssen wir nicht länger wie Hamster in Laufrädern rotieren, sondern können erleben, wie das Muss zur Muße wird!“ so Birgit Sych weiter und gab den Frauen viele Tipps mit auf den Weg. Die Vorschläge reichten von Aufgabenlisten für den Tag mit eingeplanten Pausen, so könne man am Abend die erledigten Dinge abhaken, über extra geplante schöpferische Pausen bis hin zu bewusst geplanten Wartezeiten, z. B. beim Einkaufen an die längste Schlange anstellen, um die Zeit als Verschnaufpause für sich zu nutzen. Bei der Aufgabenverteilung einmal „nein“ zu sagen oder Arbeiten zu delegieren hilft ebenfalls den Alltag zu entschleunigen.

„Die Zeit gut und sinnvoll nutzen beginnt bei jedem im Kopf!“ erläuterte Birgit Sych und machte den Landfrauen Mut, gleich morgen mit der Entrümpelung des Tages anzufangen.

„Ich habe mich so oft selbst gesehen“, sprach Christa Knipping, die Vorsitzende der Stolzenauer Landfrauen, vielen Frauen aus der Seele, „und fühlte mich ertappt! Mit diesen Vorsätzen geht‘s gut los im neuen Jahr!“

Die nächste Veranstaltung der Stolzenauer Landfrauen steht schon unmittelbar bevor, es ist die Jahreshauptversammlung, sie findet am 2. Februar um 14 Uhr in Wellie im Freesenhof statt.

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Erstellt:
30. Januar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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