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Lieben ihre Stadt, werden aber trotzdem nicht müde, immer wieder ihre Finger in nach wie vor offene Wunden zu legen: Sigrid Pisarew, Grete Schaerund Dorothea Mettchen (von links). Foto: Hagebölling

Lieben ihre Stadt, werden aber trotzdem nicht müde, immer wieder ihre Finger in nach wie vor offene Wunden zu legen: Sigrid Pisarew, Grete Schaerund Dorothea Mettchen (von links). Foto: Hagebölling

Nienburg 09.11.2019 Von Edda Hagebölling

Nicht mehr gerne in der Stadt

Arbeitskreis Altengerechtes Nienburg mahnt Rollatorspur an

Sie lieben ihre Stadt, haben sich, solange sie denken können, für das Zusammenleben in ihrer Kommune engagiert, und werden dennoch auch mit über 70 Jahren nicht müde, immer wieder ihren Finger in nach wie vor offenen Wunden zu legen.

Dorothea Mettchen, Lore Deppe, Sigrid Pisarew und Grete Schaer gehören zum „Arbeitskreis für ein altengerechtes Nienburg“.Bei einem ihrer Treffen in der „Genusswirtschaft“ an der Langen Straße in Nienburg berichten sie, warum sie sich gar nicht mehr so richtig wohlfühlen in ihrer Stadt.

Ihre Hauptkritik gilt nach wie vor dem weit verbreiteten Kopfsteinpflaster, aber auch dem Pflaster der Langen Straße. „Es sind schon so viele gefallen, aber keinen scheint‘s zu interessieren“, so die Vier.

Hinzu komme, dass besonders das Kopfsteinpflaster per Rollator nur schwer zu bewältigen ist. „Es ruckelt und ruckelt, das geht durch den ganzen Körper. Eine Rollatorspur kann doch wirklich nicht so aufwändig sein“, betonen die Frauen weiter.

Seniorenparkplätze

Ein weiteres Thema ist der Weserwall. Dass die Oberfläche zwischen Finanzamt und Theater jetzt fußgängerfreundlich befestigt ist, freut die Nienburgerinnen zwar sehr, sie erwarten jetzt aber auch, dass es auf dem Abschnitt zwischen dem Theater und der Realschule weitergeht. Dieser Bereich sei wegen seiner vielen Pfützen nur schwer zu passieren.

Wäre die Leinstraße für den Verkehr freigegeben worden, hätten sich Dorothea Mettchen & Co dringend ein paar Seniorenparkplätze gewünscht.

„Als älterer Mensch fährst du mit dem Auto nicht mehr in die Tiefgaragen oder Parkhäuser, und auch der Neumarkt ist viel zu eng, um aus dem geparkten Auto auszusteigen; erst recht, wenn du noch einen Rollator dabei hast“, so die Vier weiter.

Die Mitglieder des Arbeitskreises würden sich sehr freuen, wenn sich Nienburg an Koblenz ein Beispiel nähme. Koblenz sei 2018 als fußgängerfreundlichste Stadt Deutschlands ausgezeichnet worden.

Und fragen: „Wo bleiben die, die nicht Auto oder Fahrrad fahren?“

Erneut weist der Arbeitskreis darauf hin, dass es doch gerade die Älteren sind, die das Geld in die Stadt bringen. „Sie sind es doch, gehen noch in den Geschäften einkaufen und nicht im Internet, und die auch einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee gegenüber nicht abgeneigt, sind. Doch wie sie in die Innenstadt gelangen können, darüber macht sich offenbar niemand Gedanken“, gibt Dorothea Mettchen zu bedenken.

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Erstellt:
9. November 2019, 21:20 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 10sec

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