Arne Hildebrandt DH

Arne Hildebrandt DH

Kolumne 16.06.2017 Von Arne Hildebrandt

Nicht mehr so einfach wie früher

Rentner Winfried Freienstein (77) aus Mainsche trauert alten Zeiten nach. Da war es unkomplizierter sagt er. Er schimpft auf die Straßenmeisterei Lemke. Die soll Büsche und Bäume an der Hesterberger Straße beschneiden, denn sie versperren die Sicht beim Rausfahren aus seiner Einfahrt. Vor einiger Zeit noch, da rief er bei der Straßenmeisterei an: Kommt doch mal vorbei. Der Auftrag wurde prompt erledigt, das Grün beseitigt. 56283.

Früher war auch bei der Bundeswehr einiges einfacher. Einfach mal bei einer Veranstaltung ein Zelt aufbauen? Ist auch nicht mehr. Seit Mitte 2000 sind solche und andere Arbeitseinsätze zu genehmigen. Das war Donnerstag auch Thema beim feierlichen Appell zum 50-jährigen Bestehen der Patenschaft zwischen Rodewald und der 3. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 33. „Es gab Zeiten, da war es kein Problem für die Kompanie, die Gemeinde zum Beispiel durch Arbeitseinsätze zu unterstützen. Das ist auch heute noch möglich, aber es wird eben schwieriger“, sagte Rodewalds Bürgermeisterin Katharina Fick in ihrer Rede. „Und auch die Erbsensuppe steht nicht mehr so selbstverständlich und uneingeschränkt zur Verfügung“, fügt sie hinzu. Die Konkurrenz schläft nicht, heißt es so schön. Schließlich soll die Bundeswehr keine Konkurrenz zur freien Wirtschaft sein. Jeder Arbeitseinsatz von Soldaten, der nicht direkt mit dem Auftrag der Bundeswehr zu tun hat, muss deshalb genehmigt werden.

Zum Artikel

Erstellt:
16. Juni 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.