Nikias Schmidetzki DH

Nikias Schmidetzki DH

Guten Tag 31.05.2017 Von Nikias Schmidetzki

Nicht mehr zeitgemäß

Das Handy – pardon: Smartphone – in der Tasche, etwas Kleingeld meistens auch, aber eine Telefonkarte? Vor Jahren waren die bei vielen Standard. Und dann ersetzten sie nach und nach mobile Endgeräte, die gefühlt kaum größer waren. Heute wachsen Einstecktelefone wieder, sind dennoch überall präsent – so manches Mal mehr als dem einen oder der anderen lieb ist. Für Senioren gibt es vereinfachte Versionen, für Heranwachsende bunte Exemplare, für Nostalgiker Retro-Mobiltelefone. Dennoch stehen dann vereinzelt tatsächlich noch diese fest installierten Telefone, heute meist ohne Gebäude drumherum. Genutzt werden sie kaum. Darum will die Telekom in jedem Jahr aufs Neue einige der Telefonstellen „zurückbauen“, wie es in der Erklärung genau heißt. An den Kragen geht es nun nach Jahren, in denen der Standort immer wieder gehalten wurde, auch dem Fernsprecher an der Apotheke in Langendamm.

Einhellig war die Politik im Ortsrat der Meinung, das Gerät werde nicht mehr gebraucht. Bürgermeister [DATENBANK=203]Wilhelm Schlemermeyer[/DATENBANK] brachte es auf den Punkt: „Das Gerät war ein Jahr lang kaputt, und keiner hat es gemerkt.“, „Die Telefonzelle ist mehr Vandalismus ausgesetzt, als dass sie genutzt wird“, befand [DATENBANK=206]Gerhard Schlieker[/DATENBANK]. [DATENBANK=204]Karim Iraki[/DATENBANK] erinnerte, das Telefon habe dort zeitweilig sogar ohne Schnur gestanden.

Seien wir doch mal ehrlich: Kaum jemand nutzt heute noch „Telefonzellen“, besonders im dörflichen Bereich. Wenn sie nur noch mit Karten funktionieren schon gar nicht. Und so brachte es Carsten Teschner auf den Punkt: „Das Ding ist nicht mehr zeitgemäß.“

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Erstellt:
31. Mai 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 46sec

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