Sabine Lüers-Grulke DH

Sabine Lüers-Grulke DH

Guten Tag 15.10.2018 Von Sabine Lüers-Grulke

Nicht nur der Not gedenken

Heute ist der „Welternährungstag“, mitunter auch als „Welthungertag“ bezeichnet. Er wurde 1979 offiziell eingeführt, nachdem am 16. Oktober 1945 die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) gegründet worden war mit der Aufgabe, weltweit die Ernährung sicherzustellen. Die gute Absicht, die dahinter steht, ist unbestritten. Traurig ist allerdings, dass sich so wenig tut – seit fast 40 Jahren. Noch immer hungern Menschen, sterben täglich Kinder und Erwachsene – laut der Organisation „Brot für die Welt“ fast 24.000 pro Tag.

Eine Zeitlang konnte der Welthunger zurückgedrängt werden, doch seit etwa drei Jahren steigt die Zahl der Menschen wieder an, die weder genug zu essen noch sauberes Trinkwasser haben. Der Welthungerindex 2018 spricht von einer aktuell auf 821 Millionen Menschen gestiegenen Zahl von Hungernden weltweit. Anders ausgedrückt: jeder Neunte.

In Ländern, in denen Krieg geführt wird, wird oft gehungert. Aber auch der Klimawandel wird für eine weitere Verschärfung der Lage sorgen. Dieser Sommer mit seiner Dürre hierzulande hat vielleicht manchem die Augen dafür geöffnet, wie es anderswo auf der Welt aussieht, wenn es tatsächlich nichts zu ernten gibt. Hier bei uns wird schließlich noch jeder satt.

„Die Erde hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht genug für jedermanns Gier“, hat Mahatma Gandhi, gewaltloser Kämpfer für Frieden und Freiheit, gesagt. Wie wahr. Ein fairer Welthandel wäre wichtig.

Und damit wir nicht gleich wieder zur Tagesordnung übergehen, ist morgen der „Internationale Tag für die Beseitigung der Armut“.

Zum Artikel

Erstellt:
15. Oktober 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 46sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.