Philipp Keßler DH

Philipp Keßler DH

Landkreis 07.07.2019 Von Philipp Keßler

Nicht nur wegen der guten Aussicht

Guten Tag

Schön ist´s hier im vierten Stock. In unserer HARKE-Sportredaktion hat man nicht nur eine tolle Aussicht über unsere schöne Weserstadt, sondern man erlebt hier auch so einiges.

Als ich im Frühjahr letzten Jahres vom Radio zur schreibenden Zunft wechselte, passierte es nicht selten, dass mich Bekannte und Freunde ansprachen, wieso ich mich denn ausgerechnet auf den Sport spezialisieren wolle. „Nur, weil du abends immer Fußball guckst?“, lautete eine Frage. Auch im Sportsegment macht nicht alles große Freude und nicht alle Sportarten lassen mein Herz höher springen. Aber in keinem anderen Bereich erlebt man, speziell als Redakteur, so viele spannende und unvorhergesehene Momente. Auch in der Politik wird gelegentlich lautstark debattiert – dass jedoch Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes einen Jubelsalto in Miro Klose-Manier nach einer erfolgreichen Abstimmung im Rathaus macht, das wurde mir noch nicht berichtet.

Im Sport sollte man nie etwas ausschließen und frühzeitig für unmöglich erklären. Erst vor wenigen Wochen lieferte der FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp im Halbfinale der Fußball-Champions-League gegen den FC Barcelona dafür den Beweis. Was den Sport ebenfalls auszeichnet, sind seine kleinen Anekdoten und Kuriositäten, die für Gesprächsstoff in den Mittagspausen oder beim Feierabendbier sorgen. Hier eine kleine Auswahl zum Weitererzählen:

Wussten Sie zum Beispiel, dass der Ex-Bayern-Star Mario Mandzukic ein hebräisches Tattoo am Rücken hat? Kurios ist aber vielmehr, dass das „Kunstwerk“ spiegelverkehrt gestochen wurde und einen Grammatikfehler beinhaltet. Anstelle den Nietzsche-Zitats „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“, steht dort: „Was mich nicht umbringen, macht mich stärker.“

Oder: In der Saison 2014/15 mussten die Paderborn Baskets beinahe aus der 2. Basketball-Bundesliga absteigen. Ein technischer Defekt der Anzeigetafel bescherte dem Klub eine Punktstrafe, die sie auf einen Abstiegsplatz beförderte. Der Grund des Ausfalls war: ein Windows-Update. Mit Anwaltshilfe klagten sich die Paderborner jedoch zum Klassenerhalt.

Oder haben Sie noch die Panne vom WM-Rodeln vor vier Jahren im Gedächtnis? Als die beiden deutschen Sportler Tobias Wendl und Tobias Arlt auf dem obersten Podestplatz jubelten, ertönte plötzlich die Nationalhymne der DDR. Das gab es schon einmal vor 30 Jahren – damals erwischte es Ski-Ass Markus Wasmeier. Er gab zu: „Ich dachte, das ist vielleicht das Lied von Bormio.“

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Erstellt:
7. Juli 2019, 22:14 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 09sec

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