Achtung: Wildwechsel.

Achtung: Wildwechsel.

12.10.2014

Nicht unkontrolliert ausweichen

Wildwechsel: Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt das Risiko

Nienburg. Mit rosa Dreibeinen, Dialogdisplays, großen Straßenplakaten, blauen Reflektoren und dem Verteilen von Info-Blättern an Kraftfahrern wird auf besonders wildgefährdete Strecken im Landkreis Nienburg hingewiesen. „Maßnahmen, die mittlerweile Wirkung zeigen, denn die Zahlen der Wildunfälle sinken“, erklärt Axel Grünvogel, Verkehrssicherheitsberater der Polizei Nienburg.

Waren 2011 im Landkreis Nienburg noch 984 Wildunfälle zu verzeichnen, notierte die Polizei 2012 969, 2013 insgesamt 964 und in diesem Jahr bislang 584 Wildunfälle.

Im Herbst ist Saison für Wildunfälle. Hier wirken Umwelteinflüsse wie die tiefstehende Sonne und feuchtes Laub auf den Straßen sowie nach Nahrung suchendes Wild zusammen. In der Morgendämmerung sind Verkehrsteilnehmer und Wild zur selben Zeit unterwegs. „Da müssen die Autofahrer besonders wachsam sein und sollten sich an die empfohlene Richtgeschwindigkeit von 80 Km/h halten“, rät der Polizeioberkommissar.

Taucht ein Tier auf, gilt es abzubremsen, abzublenden und zu hupen. Ist eine Kollision nicht mehr vermeidbar, sollte das Lenkrad festgehalten und eine Vollbremsung eingeleitet werden.

„Auf keinen Fall unkontrolliert ausweichen“, so Grünvogel. Im Fall eines Unfalls muss die Polizei verständigt und die Unfallstelle abgesichert werden.Wer das getötete Wild mitnimmt, macht sich wegen Wilderei strafbar. DH

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Erstellt:
12. Oktober 2014, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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