Manon Garms DH

Manon Garms DH

19.04.2016 Von Manon Garms

Nicht vergessen

Von Manon Garms

Es ist beeindruckend, was die Archäologen in den vergangenen vier Jahren am Wölper Burghügel freigelegt beziehungsweise gefunden haben. Wie aber macht man die Burg an Ort und Stelle dauerhaft zugänglich? Eine Idee von Kommunalarchäologe Dr. Jens Berthold ist ein Rundgang mit Informationstafeln.

Wesentlich eindrucksvoller wäre natürlich eine (Teil-) Rekonstruktion oder ein Schutzbau, wie beispielsweise eine Überdachung über den freigelegten Strukturen. Das ist allerdings nicht nur teuer, sondern birgt auch einige Risiken, wie zum Beispiel Fallgruben, die für Interessierte, aber auch für spielende Kinder zur Gefahr werden könnten. Auch die Umgebung birgt Risiken, da es durch herunterfallende Äste zu Sturmschäden kommen kann. „Man kann da keine Glasvitrine hinbauen“, so Berthold.

Eine günstigere und sicherere Alternative wäre, die innerhalb des Bodens freigelegten Strukturen durch einen Belag auf dem Boden – wie zum Beispiel Sandsteinplatten widerzuspiegeln. Denkbar ist auch eine Begrünung mit Buchsbaumhecken. „So könnte man die Mauern nach oben über die Erde projizieren“, schlägt der Kommunalarchäologe vor.

Das ist natürlich nicht so beeindruckend wie eine Rekonstruktion, doch immerhin eine gute Möglichkeit, die Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

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Erstellt:
19. April 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 36sec

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