Der Lkw wurde von einem TÜV-Sachverständigen als verkehrsunsicher eingestuft. Auf Fahrer und Halter kommen nicht unerhebliche Kosten zu. Foto: Polizei

Der Lkw wurde von einem TÜV-Sachverständigen als verkehrsunsicher eingestuft. Auf Fahrer und Halter kommen nicht unerhebliche Kosten zu. Foto: Polizei

Marklohe 15.07.2020 Von Die Harke

Nicht verkehrsicherer Lkw gestoppt

Erhebliche Mängel am Lkw, Kabotageverstöße, Verstoß gegen Ruhezeiten

Eine größere Anzahl an Regelverstößen ahndeten Kollegen der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg am gestrigen Tag gegen 14 Uhr im Gewerbering Marklohe.

Ein 50 Jahre alter Mann fuhr im dortigen Bereich mit seinem Lkw mit rumänischer Zulassung in Richtung Bremen, als er und sein Fahrzeug kontrolliert wurden. Aufgefallen war der Fahrzeugführer wegen des optisch schlechten Allgemeinzustandes seines Kraftfahrzeuges. Letztlich bestätigte dieser Eindruck eine lange Liste an Mängeln: Erhebliche technische Mängel unter anderem an Bremsen und Fahrgestell, sämtliche Buchsen der Stabilisatoren waren ausgeschlagen. Auch das ABS war nicht funktionstüchtig und es existierten weitere Mängel an der Elektronik. Des Weiteren war das Batteriefach stark porös, beinahe wäre die Batterie aus dem Fach gefallen.

Um den Lkw sorgfältig und außerhalb des fließenden Verkehrs besser kontrollieren zu können, wurde der mit Rohmaterial für Mund- und Nasenschutzmasken beladene Lkw langsam zur Dienststelle nach Nienburg geleitet. Der dann hinzugerufene TÜV-Sachverständige stufte das Fahrzeug als verkehrsunsicher ein, die Zulassungsbescheinigung wurde sofort einbehalten. Aufgrund der Einstufung wurden die Kennzeichen durch die Polizei abmontiert, das Fahrzeug soll später abgemeldet werden.

Es lagen aber noch weitere Verstöße vor: Zum einen verbrachte der Fahrzeugführer seine Wochenruhezeit in der Fahrerkabine, zum anderen lagen Kabotageverstöße vor. Demnach darf ein nichtdeutscher Unternehmer nur dreimal hintereinander in Deutschland laden und abladen; diese Transportfahrten wurden um das dreifache überboten. Auf den 50-Jährigen und den Halter des Fahrzeuges kommen nun neben der entsprechenden Anzeigen auch TÜV-Kosten und Sicherheitsleistungen zu. Diese summieren sich für beide auf insgesamt über 8.500 Euro.

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Erstellt:
15. Juli 2020, 14:33 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

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