Nieburgs Carla Clasen (links) bekam es des Öfteren mit Leipzigs Jugendnationalspielerin Emely Theilig zu tun. Mühlner (HC Leipzig)

Nieburgs Carla Clasen (links) bekam es des Öfteren mit Leipzigs Jugendnationalspielerin Emely Theilig zu tun. Mühlner (HC Leipzig)

Handball 02.05.2017 Von Die Harke

Nienburg bringt Leipzig ins Wanken

Jugendhandball: Die HSG-Juniorinnen führen beim Favoriten, unterliegen am Ende aber 17:23

Nach dem erlebnisreichen Heimspielwochenende führte das Projekt „Deutsche Handball-Meisterschaft 2017“ die B-Juniorinnen der HSG Nienburg nun zum HC Leipzig, dem mehrfachen deutschen Jugendmeister. Der [DATENBANK=746]HSG[/DATENBANK]-Tross reiste mit 14 handballverrückten Eltern schon am Vortag in die sächsische Messestadt. Am Spieltag folgten nochmals 13 Fans, die dann gemeinsam in der Halle für lautstarke Unterstützung sorgten. Das Trainergespann Janosch Rosenow/Denis Tomanek musste auf den Einsatz von Nina Ebert (privat verhindert) und [DATENBANK=4481]Femke Nuttelmann[/DATENBANK] verzichten, die sich beim Sieg gegen die HSG Marne/Brunsbüttel einen Nasenbeinbruch zuzog.

Die Anfangsphase war von beiderseitiger Nervosität geprägt. Obwohl die Weserstädterinnen im Angriff kaum zu Abschlüssen kamen, konnten sie durch eine couragierte Abwehrleistung das Spiel ausgeglichen gestalten. So stand es nach fast zehn Minuten erst 2:2, wobei Carla Clasen beide Tore per Siebenmeter erzielte. Danach ging es richtig los: es entwickelte sich ein abwechselungsreiches Spiel mit häufigem Führungswechsel, lediglich beim Stand von 7:5 für Leipzig konnte sich eine Mannschaft mit mehr als einem Tor absetzen.

Die Nienburgerinnen kämpften leidenschaftlich und ließen sich nicht abschütteln. Als Liv Süchting den 7:7-Ausgleich erzielte, brandete lautstarker Jubel im Nienburger Lager auf. Aber es kam noch besser: Carla Clasen sorgte mit ihrem bereits sechsten Treffer in diesem Spiel für die 9:8-Führung und ihre Schwester Paula erzielte den 11:10-Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel erzielte Carina Wolf sogar die 12:10-Führung. Anschließend hatten die Nienburgerinnen weitere gute Chancen, aber scheiterten in dieser Phase mehrfach an der glänzend parierenden Leipziger Keeperin. Das nutzten die Sächsinnen aus und drehten die Partie mit einem 4:0-Lauf. Liv Süchting konnte mit dem 14:16 nochmals für den Anschluss sorgen, ehe ein weiterer 4:0-Lauf der Leipzigerinnen für die Entscheidung sorgte.

Mit dem 23:17-Erfolg in einem jederzeit fairen Spiel konnten die Leipzigerinnen nun bereits vorzeitig den Gruppensieg und damit die Teilnahme am Final Four-Turnier Ende Mai eintüten. Das Trainerduo Janosch Rosenow/Denis Tomanek war sich einig: „Unsere Mädels haben ein tolles Spiel gezeigt und den großen Favoriten ins Wanken gebracht. Wenn man bedenkt, dass Leipzig fast die gesamte Zeit mit ihrer besten Sieben, die ausnahmslos aus Drittliga- und Jugendnationalspielerinnen besteht, gespielt hat, kann man vor der Leistung unserer Mädels nur den Hut ziehen.“

HSG Nienburg: Garbe 1 geh. 7m, Ottens – Beckedorf, Block 1, C. Clasen 8, P. Clasen 1, Hasenbeck, Meier, Noll, Prange, Süchting 4, Wolf 3.

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Erstellt:
2. Mai 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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