Arne Hildebrandt DH

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Nienburg 05.04.2018 Von Arne Hildebrandt

Nienburg ohne Toilette

Weshalb sind die meisten öffentliche Toiletten in Deutschland eigentlich schmuddelig? Dabei ist es gar nicht so leicht,überhaupt eine öffentliche Toilette zu finden. Vor allem nicht in Städten. Und schon gar nicht in Nienburg. Diese Erfahrung machte Ostern ein 84-jähriger, der in der Weserstadt zu Besuch war. Beim Spaziergang Ostersonntag durch die Stadt suchte er eine Toilette. Was lag näher, als zum Bahnhof zu gehen?

Doch dort die große Überraschung: Die Toilette war verschlossen. Nun gibt es noch eine weitere öffentliche Toilette: die am Bürgermeister-Stahn-Wall. Dort angekommen, rüttelte er an der Tür: ebenfalls zu! Und das an einem Feiertag um die Mittagszeit. Die Gaststätte am Stahn-Wall war ebenfalls um die Zeit geschlossen, so dass nur eines übrig blieb: Ab in die Büsche. Michael Brede, Leiter des Fachbereichs Gebäude und Liegenschaften der Stadt Nienburg, begründet die Toilettenschließung mit fehlenden Reinigungskräften. Und mit Vandalismus. Dennoch: Ein Bahnhof ohne Toilette? So was darf es nicht geben. Und dann die geschlossene Toilette am Stahn-Wall – ein Unding. Nienburg zeigt sich nicht gerade gastfreundlich.

Brede spricht von einem „generellen Problem“: Die öffentlichen Toiletten am Neumarkt und am Scheibenplatz seien bereits vor Jahren abgerissen worden. Und bei der Aktion „Nette Toilette“ hätten die Geschäftsleute nicht mitgespielt. Als nette Toilette wird eine von Händlern oder Gastronomen zur kostenlosen öffentlichen Nutzung bereitgestellte Toilette bezeichnet. Dafür erhalten sie eine Aufwandsentschädigung. Doch was nützt es, wenn Geschäfte und Gaststätten zu sind?

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Erstellt:
5. April 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 45sec

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