Nienburg und seine Radfahrer

Nienburg und seine Radfahrer

Edda Hagebölling DIE HARKE

Vielleicht hätte Nienburg weniger Parkplatzprobleme, wenn das Radwegenetz besser ausgebaut wäre. Diesen Gedanken konnte ich mir nicht verkneifen, als meine HARKE-Kollegen unlängst berichteten, dass es in Nienburg zu wenig Parkplätze für Autos gibt.

Okay, wer in Nienburg und seinen Ortsteilen lebt, kommt dank des City- Busses auch ohne Radwege gut zurecht. Jedenfalls solange die Busse fahren. Menschen von außerhalb werden jedoch niemals freiwillig mit dem Fahrrad in die Stadt fahren. Jedenfalls nicht auf dem direkten Weg. Sowohl die Verdener als auch die Celler als auch die Hannoversche Straße mit ihren zahllosen Einmündungen sind brandgefährlich. Für Radfahrer wie Autofahrer.

Denn natürlich möchte auch kein Autofahrer mit einem Radfahrer kollidieren.

Wie Fahrradfreundlichkeit aussehen kann, soll deutlich werden, wenn der E-Center- Kreisel fertig und der Straßenabschnitt zwischen dem Nordring- und dem neuen Kreisel saniert ist. Wie ADFC-Sprecher Berthold Vahlsing im Gespräch mit der HamS berichtet, ist zu beiden Seiten der Straße ein zwei Meter breiter Schutzstreifen für Radfahrer geplant. Klingt paradiesisch, oder?

In der aktuellen HamS-Ausgabe lesen Sie, dass der ADFC nicht müde wird, auch im Rahmen seiner Critical- Mass-Aktionen auf die Schwachstellen in Nienburgs Radwegenetz hinzuweisen. Die jüngste Aktion führte im strömenden Regen dorthin, wo noch in diesem Jahr mit dem Bau des E-Center-Kreisels begonnen werden soll. Kreisel sind nach Überzeugung von Berthold Vahlsing ein probates Mittel, den Autoverkehr zu entschleunigen. Er würde es sehr begrüßen, wenn es in Nienburg noch mehr Kreisel gäbe. An der Arbeitsamtskreuzung ebenso wie am Berliner Ring.

Wer häufiger unterwegs ist, weiß, dass es Regionen gibt, in denen den Kreiseln bereits liebevoll eigene Namen gegeben wurden. Aber das ist, wie gesagt, außerhalb unseres Landkreises.