Der Kommandeur des Bataillons Elektronische Kampfführung 912, Oberstleutnant Markus Messelhäßer (rechts) zeichnet einen Soldaten mit der Einsatzmedaille aus. Jasmin Henning

Der Kommandeur des Bataillons Elektronische Kampfführung 912, Oberstleutnant Markus Messelhäßer (rechts) zeichnet einen Soldaten mit der Einsatzmedaille aus. Jasmin Henning

Langendamm 16.02.2017 Von Die Harke

Nienburger Soldaten aus Estland zurückgekehrt

Bataillon Elektronische Kampfführung 912 empfängt Kameraden zurück in der Langendammer Clausewitz-Kaserne

Bis zu fünfeinhalb Monate dauerte ihre Mission im Baltikum: Die rund 60 Soldaten des [DATENBANK=2760]Bataillons Elektronische Kampfführung 912[/DATENBANK] aus Nienburg sind zurück in der Heimat. Ende Januar landeten die Soldaten auf dem Militärflughafen in Wunstorf. Ihr Kommandeur, Oberstleutnant Markus Messelhäußer, nahm seine Männer und Frauen persönlich in Empfang. Mit einem feierlichen Appell in der [DATENBANK=1292]Clausewitz-Kaserne[/DATENBANK] wurden die Heimkehrer jetzt auch offiziell im Kreise der Kameraden willkommen geheißen.

Lange Trennung von Familie und Freunden

„Hinter Ihnen liegen Monate der Trennung von Familie und Freunden“, führte Messelhäußer auf dem Antreteplatz aus, „eine Zeit, in der es keinen Raum für Hobbys oder liebgewonnene Gewohnheiten gab. Dafür leisteten Sie einen hoch verantwortungsvollen Dienst, der Ihnen viel Kraft abverlangte.“ Von den Kameraden im Einsatz bis zu den hochrangigen militärischen Besuchern sei die Arbeit des Bataillons sehr geschätzt worden, berichtete der Kommandeur. Auch Messelhäußer war zwei Mal ins Baltikum gereist.

Die Operation: Die Nato hat ihre militärische Präsenz in Osteuropa erhöht. Dazu erfolgt im Rahmen des „Verstärkten Air Policing Baltikum“ auch die Sicherung des Luftraums. Im September übernahm diese Aufgabe das Taktische Luftwaffengeschwader 74 aus Neuburg von der britischen Royal Air Force. Stationiert waren die Soldaten mit ihren Eurofightern auf der estnischen Luftwaffenbasis Ämari.

Sicherheit für die Piloten

Das Nienburger Bataillon stellt die sogenannte „ESM“-Einheit (Electronic-Support-Measures). Die Spezialisten der Fernmelde- und elektronischen Aufklärung lieferten den Piloten Informationen über die Lage im Luftraum. „Sie haben unseren Piloten Sicherheit gegeben“, sagte Messelhäußer, „und zuverlässig zu ihrem Schutz beigetragen.“ Ohne die Rückendeckung einer ESM-Einheit wolle die Luftwaffe nicht mehr in den Einsatz, sagte der Kommandeur. „Das zeigt besser als jede Statistik wie wertvoll Ihre Arbeit ist.“

Insgesamt stellte das Bataillon ein Kontingent von 46 Soldaten zwischen September und Dezember. In den Übergangsphasen waren bis zu 60 Soldaten beteiligt. Ihr Einsatz dauerte zwischen vier und fünfeinhalb Monaten. „Air Policing“ 2016 war bereits ihr dritter Einsatz in Estland seit 2014. Das Bataillon Elektronische Kampfführung 912 wird die Luftwaffe auch weiterhin bei vergleichbaren Vorhaben unterstützen.

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16. Februar 2017, 21:00 Uhr
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