Dörte Fehse-Ehlert im Ziel. Foto: Ehlert

Dörte Fehse-Ehlert im Ziel. Foto: Ehlert

Nienburg 12.09.2020 Von Hajo Ehlert

Nienburger Triathleten auf großer Tour

Eckart Eickhoff & Co. starten bei Wettkämpfen in Cottbus, Quedlinburg und Berlin

Eine Handvoll heimischer Triathleten nutzte die coronabedingt noch spärlichen Wettkampfangebote und nahm dafür relativ weite Reisen in östlicher Richtung inkauf.

Zum 26. Cottbuser Triathlon ging es für Eckart Eickhoff vom 1. Nienburger Schwimmclub bis an die polnische Grenze, der Schessinghäuser Maik Hoffmeyer und Dörte Fehse-Ehlert von den Tri-Lizards der Holtorfer SV hatten sich den Berlin-Triathlon ausgesucht, Andreas Artner und Matthias Wenzel vom gleichen Verein waren in Quedlinburg am Start.

Wohl nicht nur vom Umfang her die härteste Prüfung fand am Rande des Harzes in Quedlinburg statt, denn die Mitteldistanz, ein halber Ironman, hatte es besonders auf der 84 Kilometer langen Radstrecke mit 1400 Höhenmetern in sich. Noch im Dunkeln ging es zunächst bei acht Grad Außentemperatur ins Wasser, das Artner nach gut 39 Minuten verließ, Wenzel folgte ihm drei Minuten später.

Andreas Artner auf dem Rad in Quedlinburg. Fotos: Ehlert

Andreas Artner auf dem Rad in Quedlinburg. Fotos: Ehlert

Eine Kettenblockade auf dem Rad und muskuläre Probleme beim Lauf kosteten „Andi“ wertvolle Zeit und damit letztlich einen Platz auf dem Treppchen seiner Altersklasse. 5:49:25 Stunden bedeuteten dort den vierten Rang und eine Platzierung im Mittelfeld des gesamten Feldes. Matthias Wenzel hatte die Ziellinie knapp drei Minuten früher erreicht, wobei seine 1:59:47 std für den Halbmarathon herausragten, mit der er seinen Vereinskameraden auf der Laufstrecke noch überholte. In seiner stark besetzten AK belegte er damit Rang 23.

„Ecki“ Eickhoff, relativ erfolgsverwöhnt bei Events im heimischen Umfeld, registrierte sehr schnell, dass eine vordere Platzierung in Cottbus für ihn kaum realistisch sein würde. Hier gab die Jugend den Ton an, die sich im Rahmen ihrer mitteldeutschen Meisterschaften für den Kader zur Bildung eines Teams für die kommende Junioren-WM in Szene setzen wollte.

So gesehen war der 46. Platz unter 150 Teilnehmern des Sprintwettkampfs absolut okay, zumal ihm als Zweiter seiner AK mit 1:11:24,8 std nur etwa eine Minute für die oberste Stufe des Treppchens fehlte. Probleme beim Ausziehen seines Neopren-Anzugs nach dem Schwimmen sowie der zweite Abschnitt der Laufstrecke, der laut Eickhoff „Krähencross-Charakter“ hatte, verhinderten den Sieg in seiner Altersklasse.

Das gelang Dörte Fehse-Ehlert in der Bundeshauptstadt bei optimalen äußeren Bedingungen im Rahmen des Sprintwettkampfes des Berlin-Triathlons. Nach einer Schwimmrunde um die „Insel der Jugend“ ging es im Treptower-Park dreimal über einen Rundkurs von gut sechs Kilometern, dessen besondere Schwierigkeit in den beiden Wendepunkten in Form einer Spitzkehre lag.

Mit ihrer Endzeit von 1:15:18 std gewann die Nienburgerin ihre AK mit mehr als fünf Minuten Vorsprung. Als Fünfte des Gesamtklassements aller 83 Teilnehmerinnen fehlten ihr lediglich 38 Sekunden zum Silberrang. Herausragend waren ihre Leistungen im Schwimmen und Radfahren, mit denen sie unter allen Frauen auf Platz drei beziehungsweise zwei lag. Damit blickt sie auf eine erfolgreiche Saison zurück, denn bei vier Starts lautete ihre Bilanz zwei Siege, ein zweiter und ein dritter Rang in ihrer AK – sie finishte im Gesamtergebnis jeweils unter den Top Ten.

Maik Hoffmeyer bewältigte die olympische Distanz in einer persönlichen Bestzeit von 3:29:34 std im hinteren Drittel der knapp 400 Starter als 42. seiner AK.

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Erstellt:
12. September 2020, 16:15 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 34sec

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