Die Läuferinnen und Läufer am Brandenburger Tor. Foto: Cor Leonis

Die Läuferinnen und Läufer am Brandenburger Tor. Foto: Cor Leonis

Nienburg 31.10.2021 Von Die Harke

Nienburgerin Susanne Hindahl-Reede läuft beim Charity-Run mit

Kaliningrad war das Ziel des diesjährigen Charity-Laufs der internationalen Lions-Organisation

Zieleinlauf Kaliningrad: Sportlerinnen und Sportler in gelben Lions-Trikots bringen die letzten Meter einer langen Strecke hinter sich. Durch das Zentrum der russischen Stadt führt die finale Etappe, bevor die Läufer unter dem Jubel vieler Gäste und Zuschauer am Dom ankommen. Ein TV-Team hält die Szene mit Kameras fest. Bürgermeister, Generalkonsul und andere Offizielle finden wertschätzende Worte.

Kaliningrad war das Ziel des diesjährigen Charity-Laufs der internationalen Lions-Organisation. Mit dabei: die Nienburgerin Susanne Hindahl-Reede vom Lions-Club Nienburg-Cor Leonis. „Es war eine sportliche Herausforderung, aber vor allem ein bewegendes und besonderes Ereignis“, schwärmt Hindahl-Reede.

Distanz von 717 Kilometern

Eine Distanz von 717 Kilometer brachten die ambitionierten Läufer nach dem Start in Berlin hinter sich. Das Kernteam setzte sich zusammen aus fünf polnischen und zwei russischen Läufern, zwei deutschen Läuferinnen und zwei Bikern. Susanne Hindahl-Reede, die im Lions-Distrikt Niedersachen-Bremen für internationale Beziehungen zuständig ist, schnürte bereits zum zweiten Mal die Joggingschuhe für den Wohltätigkeitslauf, der in diesem Jahr durch Deutschland, Polen und Russland führte.

Jeder Läufer absolvierte in den fünf Tagen täglich 17 Kilometer. Zwischen den Laufstrecken gab es Transfers mit Begleitfahrzeugen. „Sinn und Zweck des Runs war es, Spenden einzuwerben, um damit Einrichtungen für stark hilfsbedürftige Kinder zu unterstützen“, erklärt Susanne Hindahl-Reede. Das Motto des neunten Lions-Charity-Run lautete: „Wir laufen, damit Kinder gehen können.“

Rehabilitationszentrum unterstützen

Unterstützt werden soll ein Rehabilitationszentrum im polnischen Poznan für Kinder mit Zerebralparese. Die Erkrankten leiden aufgrund frühkindlicher Hirnschädigungen an starken Bewegungseinschränkungen. Außerdem werden ein Wohltätigkeitszentrum in Kaliningrad und ein Kinderkrankenhaus in Marokko unterstützt. Den Startschuss für das Lions-Rennen gab Schirmherrin Franziska Giffey, Ex-Bundesministerin, am Brandenburger Tor am 18. September.

Viele besondere Begegnungen, Orte und Landschaften bleiben den Läufern im Gedächtnis: die Begleitung durch eine Polizeieskorte oder der mitlaufende Bürgermeister im polnischen Gniezno, die Feldwege entlang der Weichsel, historische Marktplätze und Festungen wie die Marienburg in Torun. Mit Landesflaggen überquerten sie die deutsch-polnische Grenze bei Frankfurt/Oder.

Spontan schlossen sich Menschen an

Immer wieder schlossen sich Menschen spontan der Gruppe an. „Ein sehr emotionaler Moment entstand, als wir das von Lions unterstützte Kinder-Rehazentrum in Poznan besuchten“, so Hindahl-Reede. „Einige der Kinder begleiteten uns ein Stück mit ihren Laufwagen oder Rollstühlen.“ Auch hinter dem russischen Schlagbaum warteten zahlreiche Menschen, um die Läufer nach Kaliningrad zu eskortieren.

Die Teilnehmer des Lions-Laufs nahmen die Gewissheit mit, dass die Idee der Aktion aufgegangen ist: wichtige soziale Projekte zu unterstützen und gleichzeitig Begegnungen von Menschen länderübergreifend zu ermöglichen.

Der Lions-Club Nienburg-Cor Leonis bittet um weitere Spenden für die Projekte, die durch den Lions-Charity-Run unterstützt werden. Dazu steht folgendes Konto zur Verfügung: Lions Cor Leonis Förderverein e. V., Sparkasse Nienburg, IBAN: DE90 2565 0106 0060 0000 23, Verwendungszweck: LCR 2021. Spendenbescheinigungen werden ab 100 Euro ausgestellt; Name und Adresse müssen in der Überweisung angegeben werden.

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Erstellt:
31. Oktober 2021, 15:30 Uhr
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