VHS-Leitung Stefanie Duensing, Dezernentin Kathrin Woltert und Bildungskoordinatorin Claudia Eckhardt (von links) mit den Fragebögen zu Digitalisierungsbedarfen. Foto: Landkreis Nienburg

VHS-Leitung Stefanie Duensing, Dezernentin Kathrin Woltert und Bildungskoordinatorin Claudia Eckhardt (von links) mit den Fragebögen zu Digitalisierungsbedarfen. Foto: Landkreis Nienburg

Landkreis 05.06.2021 Von Die Harke

Nienburgs Bildungsbüro befragt Generation 60+ zu Digitalisierungsbedarf

Volkshochschule will aus den Ergebnissen wohnortnahe Fortbildungen anbieten

Um herauszufinden, in welchen Bereichen die Zielgruppe 60+ im Landkreis Nienburg Unterstützung bei der Nutzung von digitalen Geräten benötig, hat das Bildungsbüro des Landkreises einen Fragebogen entwickelt, der mit Hilfe der Kommunen an die Jahrgänge 1951 und älter verschickt wird.

Die Antworten werden vom Bildungsbüro ausgewertet, aufgrund des Ergebnisses wird die VHS ab Herbst 2021 passgenaue wohnortnahe Fortbildungen anbieten.

Das Internet und die neuen Technologien bieten viele Chancen, den Alltag zu erleichtern, Kontakte zu pflegen, Informationen zu beschaffen oder mit Behörden zu kommunizieren. Ältere Menschen fühlen sich allerdings häufig unsicher, überfordert und von zahlreichen technologischen Hürden abgeschreckt. „Die Schließung von Bankfilialen auf dem Lande, der Kontakt zur Krankenkasse, die Buchung eines Zugtickets, Online-Einkäufe, Terminvereinbarung mit Behörden oder ähnliches stellen viele Menschen vor Herausforderungen“, so die Bildungskoordinatorin des Landkreises, Claudia Eckhardt, „in Pandemiezeiten wurde besonders deutlich, wie hilfreich der sichere Umgang mit digitalen Technologien im Alltag ist.“

Digitale Kompetenz wird immer mehr zur Voraussetzung, nicht nur für die Erledigung von Behördenangelegenheiten (zum Beispiel Online-Terminvergabe), sondern auch für die selbstständige Ausführung grundlegender Alltagsaktivitäten (zum Beispiel digital gesteuerte Haushaltsgeräte), für das Aufrechterhalten sozialer Kontakte (zum Beispiel Videokonferenzen mit der entfernt lebenden Familie), für die selbstständige Mobilität außer Haus (zum Beispiel Umstellung auf digitale Automaten, Kauf von Online-Tickets, Sparangeboten), für den Zugang zu gesundheitlichen/ärztlichen Leistungen (zum Beispiel Telemedizin), für das selbstbestimmte Wohnen im eigenen Zuhause trotz gesundheitlicher Einschränkungen (zum Beispiel digitale Assistenzsysteme/Smart Home Technologien), für die politische Information und Mitwirkung (zum Beispiel Online-Petitionen, soziale Medien), für die wirtschaftliche Teilhabe (zum Beispiel Tarifwechsel, Online-Einkäufe, Selbstbedienungs-Kassen, Online-Banking) und für die kulturelle Teilhabe (zum Beispiel Online-Angebote, Anmeldemöglichkeiten für Bildungsangebote, Bedienung Radio oder TV).

„Der Landkreis hat sich zum Ziel gesetzt, auf Grundlage der Umfragen-Auswertung durch das Bildungsbüro, in den Kommunen passgenaue Fortbildungen zum Thema Digitalisierung für die Altersgruppe 60+ anzubieten“, so die VHS-Leitung Stefanie Duensing. Bei der Fortbildung wird die VHS externe Referentinnen und Referenten (Krankenkasse, Sparkasse/Volksbank, Apotheken, Ärztinnen und Ärzte) einbeziehen.

Im Fragebogen des Bildungsbüros wird erfasst, wofür das Internet und digitale Geräte wie Smartphone oder PC genutzt werden, ebenso in welcher Form die digitale Kommunikation mit Behörden genutzt wird. Es wird erfragt, welches die größten Hindernisse bei der Nutzung sind und in welchen Bereichen Unterstützung benötigt wird. Dezernentin Kathrin Woltert bedankt sich ausdrücklich für die Unterstützung der Bürgermeisterin-nen und Bürgermeister durch Versendung des Fragebogens an die Zielgruppe 60+ durch ihre Kommunen.

Der Fragebogen umfasst eine Seite mit Ankreuzkästchen. Um Rücksendung an das Bildungsbüro des Landkreises, Rühmkorffstraße 12, 31582 Nienburg, per Fax (05021) 967639 oder E-Mail an bildungsbuero@kreis-ni.de bis zum 8. Juli wird gebeten.

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Erstellt:
5. Juni 2021, 19:12 Uhr
Lesedauer:
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Karl Mehring 07.06.202114:20 Uhr

Vielleicht sollte man besser erst ein mal besseres Internet schaffen. Telefonieren mit dem Handy ist bis jetzt bei uns ebenfalls nicht möglich.
Und zur VHS nach Nienburg würde wohl kaum ein Mensch mit mehr als 60 Jahren fahren.
Eine Behörde die nach meiner Meinung nur Steuergeld frisst.
Schade.


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