Eingerahmt von Ortsbrandmeister Thomas Cornelsen (links) und Fachbereichsleiterin Bianca Röhrig (rechts) wurden Jens Bühler, Laura Kottus, Marc Henkel und Lea Stieber geehrt (von links). Foto: Feuerwehr Nienburg

Eingerahmt von Ortsbrandmeister Thomas Cornelsen (links) und Fachbereichsleiterin Bianca Röhrig (rechts) wurden Jens Bühler, Laura Kottus, Marc Henkel und Lea Stieber geehrt (von links). Foto: Feuerwehr Nienburg

Nienburg 01.08.2021 Von Marc Henkel

Nienburgs Wehrchef: „Sicherheit in der Stadt war nie gefährdet“

Jahreshauptversammlung der Brandschützer: Ortsbrandmeister mahnt städtische Investitionen an

Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Nienburg fand pandemiebedingt und auf Wunsch der Verwaltung nur mit den Mitgliedern der Einsatzabteilung und der Leiterin des Fachbereiches Sicherheit und Ordnung, Bianca Röhrig, statt. Ortsbrandmeister Thomas Cornelsen ging dabei auf die Mitgliederentwicklung ein: Im Bereich der Einsatzabteilung sank die Mitgliederzahl von 76 auf 73.

Der leichte Rückgang sei auf die Abgänge von Studenten der Polizeiakademie Niedersachsen zurückzuführen. Diese versehen, fernab ihrer Heimatorte, während des Studiums den Dienst in der Feuerwehr Nienburg.

Aber nicht nur die Mitgliederzahl sei rückläufig. Im Jahr 2020 musste die Feuerwehr Nienburg zu 256 Einsätzen (97 Brandeinsätze, 124 technische Hilfeleistungen, 35 Fehlalarme) ausrücken. Ein Minus von zwölf Prozent. Ob sich hier ein Trend abzeichne oder ein pandemiebedingter Rückgang vorliege, könne erst in den kommenden Jahren bewertet werden.

Aufteilung in zwei Alarmzüge während der Pandemie

Dennoch lobte der Ortsbrandmeister die Einsatzbereitschaft der Kameradinnen und Kameraden: „Es war nicht leicht, mit all den Verordnungen die Einsätze abzuarbeiten, aber mit Disziplin und guter Organisation haben wir es geschafft!“ Im Vorfeld hatten die Entscheidungsträger die Einsatzkräfte in zwei Alarmzüge aufgeteilt. „Mit dieser Aufteilung wären bei einem positiven Corona-Fall nur 50 Prozent der Einsatzkräfte in die Quarantäne gegangen“, sagte der Ortsbrandmeister und dankte der Leitstelle Schaumburg-Nienburg, die die Alarmierung zügig auf die neuen Gegebenheiten angepasst habe.

Auch die laufende Ausbildung wurde aufrecht erhalten. Da ein Präsenzunterricht in den Wintermonaten und praktische Ausbildung nahezu wegfielen, gab es digitalen Unterricht und kurze Lehrfilme – beides sei sehr gut angenommen worden.

Zum Ende des Berichtes stellte Ortsbrandmeister Cornelsen eines klar: „Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Nienburg können sich weiterhin auf die Freiwilligen Feuerwehren in der Stadt verlassen. Mit den Hygienekonzepten und der Vollimpfung sind wir für Sie da.“

Corona schränkt Jugendarbeit massiv ein

Schlimmer traf die Pandemie die Jugendfeuerwehr: Viele Wettbewerbe und sonstige Veranstaltungen fielen aus, so Jugendfeuerwehrwart Lukas Müller. „Auf das Kreiszeltlager hatten sich alle sehr gefreut.“ Damit aber die Jugendlichen nicht den Feuerwehrdienst aus den Augen verlieren sollten, hatte das Betreuerteam Dienste in kleineren Gruppen angeboten. Erfreut zeigte sich der Jugendfeuerwehrwart aber über den Mitgliederstand. „Trotz der Pandemie und den zahlreichen Absagen von Veranstaltungen haben wir unseren Mitgliederstand von sieben Mädchen und 18 Jungen halten können.“

Stadt sieht weitere Herausforderungen für die Feuerwehren

Bianca Röhrig als Vertreterin der Stadt Nienburg lobte die Disziplin und das Engagement in der schwierigen Pandemie-Zeit. Auf die Feuerwehren würden aber weitere Herausforderungen zukommen: das Starkregenereignis vor einigen Wochen, als auch die Flutkatastrophe in den Bundesländern Rheinland-Pfalz sowie Nordrhein-Westfalen zeigten, dass die Naturgewalten und die damit einhergehenden Aufgaben steigen würden. „Wir hoffen, dass das Engagement der vielen Ehrenamtlichen, das Interesse und der Respekt in der Gesellschaft für die Feuerwehr steigen wird.“

Ortsbrandmeister Cornelsen bat die Stadt Nienburg, das Thema „Umbau des Feuerwehrhauses für die Schwarz-Weiß-Trennung“ voranzutreiben. Es müssten auch dringend die schlimmer werdenden Baumängel beseitigt werden. „Wir haben auch noch Fahrzeugbeschaffungen anstehen, die laut dem Brandschutzbedarfsplan erforderlich sind.“

Prämien für langjähriges Engagement

Zum Ende der Versammlung standen noch Ehrungen an. Die Stadt Nienburg hat, dem Ehrenamtsfonds geschuldet, Prämien für die Mitgliedschaften in der Einsatzabteilung geschaffen, die an die Dienstjahre gekoppelt sind. Folgende Mitglieder wurden mit einer Geldprämie und einer Dankesurkunde geehrt: Marc Henkel(35 Jahre und 100 Euro), Jens Bühler(25 Jahre und 100 Euro), Laura Kottus(20 Jahre und 80 Euro), Lea Stieber(10 Jahre und 40 Euro).

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Erstellt:
1. August 2021, 17:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 46sec

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