Matthias Brosch DH

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Nienburg 17.05.2018 Von Matthias Brosch

Nienburgs verpasste Chance

67342. Der Buchstabe stand für ein gymnasiales Angebot, das von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Schließlich existierten die Albert-Schweitzer-Schule und das Marion-Dönhoff-Gymnasium, sodass es keiner weiteren Alternative bedurft hätte. Zumal die (später erfolgte) Genehmigung der Oberstufe an der Integrierten Gesamtschule ebenfalls zu erwarten war. Woher sollten die Mädchen und Jungen kommen, die die sogenannten Z-Kurse einer OBS-Z besucht hätten? Kinder, denen das Abitur zugetraut wird, entscheiden sich gleich für die ASS, das MDG oder die IGS. Und die Allgemeine Hochschulreife lässt sich später ebenfalls an der gymnasialen Oberstufe (Klasse 11 bis 13) der Berufsbildenden Schulen erreichen.

Nienburg fügt sich mit dem Scheitern der OBS-Z in die Statistik ein: Vielerorts nahm die Landesschulbehörde die Genehmigung eines gymnasialen Angebots zurück, was schon damals 2015 bei der Entscheidung des Stadtrates bekannt war. Umso ärgerlicher, dass die fehlenden Voraussetzungen von der Mehrheit ignoriert wurden. In den Augen vieler wurde sowieso die Chance verpasst, sich mit der Weiterführung einer Realschule ein Alleinstellungsmerkmal zu sichern. In diese Lücke sprang die private Rahn-Schule.

Das Scheitern des gymnasialen Angebots an der Oberschule ist wenig dramatisch und spricht nicht gegen die Qualität, die dort existiert. Hätte das Z für „Zauberer“ gestanden, wäre das etwas anderes gewesen …

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Erstellt:
17. Mai 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 39sec

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