Sabine Lüers-Grulke DH

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Kolumnen 21.11.2017 Von Sabine Lüers-Grulke

Noch ist nicht erster Advent

Am Sonntagnachmittag wollte mich meine Freundin besuchen. Bis sie kurzfristig absagte, weil sie mit ihrer Deko noch nicht fertig sei. Deko? „Nächsten Sonntag ist doch erster Advent, das steht im Kalender meiner Mutter“, sagte sie. Und bis dahin müsse sie unbedingt fertig werden mit dem Schmücken für die Advents- und Weihnachtszeit. Offenbar kursieren in diesem Jahr Kalender, die fälschlicherweise verkünden, der erste Advent sei schon am kommenden Sonntag, 26. November. Nein, an dem Tag ist erst Totensonntag – damit endet das Kirchenjahr.

Das neue beginnt eine Woche später, mit dem ersten Advent, und der fällt in diesem Jahr auf den 3. Dezember. Denn da Heiligabend an einem Sonntag ist, ist es auch gleichzeitig der vierte Advent. Einen fünften Adventssonntag gibt es bekanntlich nicht: Sie erinnern sich doch sicherlich an den Spottvers „Und wenn das fünfte Lichtlein brennt, dann hast du Weihnachten verpennt“?

Nichtsdestotrotz wird auf dem Ernst-Thoms-Platz in Nienburg bereits der Weihnachtsmarkt aufgebaut. Er soll morgen schon eröffnet werden, und auch die Eisbahn für den 60957 wird schon auf dem Kirchplatz errichtet. Die in diesem Jahr in der Tat äußerst kurze Adventszeit geht dadurch sozusagen „in die Verlängerung“. Aber sei’s drum – schließlich ist es für die meisten die schönste Zeit des Jahres. Dennoch kein Grund, in Hektik zu verfallen.

Der Nienburger Adventszauber beginnt übrigens am 1. Dezember – pünktlich zum ersten Advent.

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Erstellt:
21. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 44sec

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