Die Senioren des MTV beim Training mit Mundschutz und Sicherheitsabstand. Foto: Reichstein

Die Senioren des MTV beim Training mit Mundschutz und Sicherheitsabstand. Foto: Reichstein

Nienburg 14.06.2020 Von Die Harke

Noch lange nicht normal

MTV Nienburg startet in der Halle mit Badminton-Training – Anfängerkurse noch nicht möglich

Die umfangreichen Vorbereitungen sind nahezu abgeschlossen und der MTV Nienburg nimmt in zahlreichen Sparten den Trainingsbetrieb wieder auf. Neben Taekwon-Do, Gymnastik und Tanz, Volleyball, Inliner und Fitness im „MTVitalis“ stehen auch viele Mitglieder der Badmintonsparte – nach über zehn Wochen Zwangspause – wieder auf dem Feld.

Allerdings unter Einhaltung diverser Auflagen, die der Dachverband empfohlen hat: Desinfektion und Tragen eines Mundschutzes vor und nach dem Training und pro Spielfeld dürfen nur zwei Spieler trainieren. Das Vorderfeld ist ebenfalls tabu – ein Spiel am Netz ist daher nicht möglich. Aber diese Auflagen nehmen die Verantwortlichen der Badmintonabteilung gern in Kauf. „Hauptsache, es geht endlich wieder los“, betont MTV-Trainerin Sandra Reichstein.

Um möglichst vielen Nachwuchstalenten die Möglichkeit zu geben, wieder ins Training einzusteigen, hat das Trainerteam diverse Gruppen gebildet, die an bestimmten Tagen zu bestimmten Uhrzeiten kommen dürfen. „Bislang läuft das ganz gut, denn die Kids verhalten sich äußerst diszipliniert. Sie alle sind froh, endlich wieder den Schläger schwingen zu dürfen“, erzählt Reichstein. Aber nicht nur die Schüler und Jugendlichen haben diesen Tag herbeigesehnt: Auch die Senioren haben ungeduldig aufs „Go“ gewartet.

Das MTV-Trainergespann Celine Molitor und Marcel Wieblitz tragen die MTV-Schutzmasken. Foto: Reichstein

Das MTV-Trainergespann Celine Molitor und Marcel Wieblitz tragen die MTV-Schutzmasken. Foto: Reichstein

Der Start der Punktspielsaison ist zwar verschoben worden (von September auf Ende Oktober, die Red.), aber neben der Bewegung gehe es ja auch darum, Mannschaftskameraden wiederzusehen und den persönlichen Kontakt zueinander wieder aufleben zu lassen.

„Das Training, das wir momentan durchführen, ist in keiner Weise mit dem normalen Badmintontraining zu vergleichen. Obwohl ich schon lange als Trainerin arbeite, werde ich durch die besonderen Umstände vor große Herausforderungen gestellt“, sagt Reichstein. Korrekturen dürfen nur aus der Ferne gegeben werden; andere, körpernahe Formen der Hilfestellung sind verboten. Sämtliche Schlagübungen dürfen lediglich mit einem Ball durgeführt werden: ein Zuspiel oder Zuwurf ist nicht erlaubt.

Das Ziel lautet, in Bewegung zu bleiben

„Das ist vor allem für unsere jüngeren Kids eine große Umstellung. Daher probieren wir momentan noch einiges aus. Aber das aktuelle Ziel ist ja auch nicht unbedingt die technische Verbesserung, sondern wir alle wollen zunächst einmal wieder in Bewegung kommen und einen ersten Schritt in Richtung Trainingsnormalität gehen.“ Sämtliche Turniere auf allen Ebenen seien bis Ende Juli abgesagt. Wie es nach den Sommerferien weitergeht, wisse momentan niemand so genau. „Einerseits freue ich mich über die vielen freien Wochenenden“, schmunzelt Reichstein, „aber das eine oder andere Turnier hätte ich schon sehr gern gemeinsam mit den Kids besucht.“

So zum Beispiel das Bundesfinale des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ oder den internationalen „Junior-Cup“ in Hamburg. Auch die Schnupperkurse, die viele Erstklässler mit großer Begeisterung begonnen haben, müssen bis auf Weiteres auf Eis gelegt werden.

Leonie Wronna im freien Matchtraining. Da ein Spiel am Netz nicht erlaubt ist, wurde das Vorderfeld mit Pylonen abgesperrt.Foto: Reichstein

Leonie Wronna im freien Matchtraining. Da ein Spiel am Netz nicht erlaubt ist, wurde das Vorderfeld mit Pylonen abgesperrt.Foto: Reichstein

Vor allem um die Jüngsten der Sparte macht Reichstein sich so ihre Gedanken. Der diesjährige Sichtungszyklus an den Nienburger Grundschulen verlief äußerst erfolgreich – viele angehende „Supertalente“ hatten sich zum Probetraining angemeldet und mit Feuereifer teilgenommen, bevor die Zwangspause kam. „Wir versuchen, mithilfe von kleinen selbstgedrehten Videos, den Kindern Übungen an die Hand zu geben, die sie zu Hause ausprobieren und nachmachen können. Aber das ist natürlich nicht das gleiche wie in der Halle mit Schläger und Ball alleine oder zu zweit zu spielen. Wir hoffen, dass wir auch für diese Gruppen bald wieder ein Training anbieten können. Sobald die Vorgaben ein Anfängertraining ermöglichen, werden die Familien informiert“, versichert die MTV-Trainerin.

Wer sich über die aktuellen Angebote des Vereins informieren möchte oder sich nicht sicher ist, ob die eigene Sportgruppe wieder loslegt, kann sich im MTV-Geschäftszimmer unter der Telefonnummer (0 50 21) 1 43 11 oder per Mail an info@mtvnienburg.de wenden.

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Erstellt:
14. Juni 2020, 19:10 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 52sec

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